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300 Intel-Drohnen aus Bayern stehlen Lady Gaga die Show

Die Live-Show von Gaga musste leider ohne Drohnen auskommen.

Die Drohnen-Show zählte zu den Highlights des Super Bowls. Die Technologie dahinter stammt aus Deutschland und Österreich. Eine Person reicht, um die Drohnen-Flotte zu lenken.

Der Super Bowl ist das größte TV-Spektakel der USA. Bei der diesjährigen Halbzeitshow stand zumindest am Anfang Lady Gaga im Mittelpunkt der Football-Veranstaltung und sang „God Bless America“. Doch als plötzlich 300 Drohnen hinter ihr in den Abendhimmel aufstiegen und die US-Flagge mit kleinen Leuchtpunkten nachstellten, standen die eigentlichen Stars des patriotischen Abends fest: Intels Multicopter – made in Germany.

Die sogenannten Shooting Star Drones lässt der US-Konzern im bayrischen Krailling fertigen. Im Januar übernahm Intel dafür den deutschen Drohnenhersteller Ascending Technologies samt seiner 75 Mitarbeiter. Die Lichtschau für den Super Bowl wurde gemeinsam mit Disney entwickelt. Eine ähnliche Lichtshow mit rund 500 parallel gesteuerten Drohnen präsentierte Intel bereits bei Disney World.

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Hinter der Lichtshow steckt eine Art Flotten-Management. Nur eine Person kann die Drohnen mithilfe einer Software steuern. Die Kommunikation der Drohnen finde nicht direkt untereinander statt, sondern werde über das Programm geregelt, um Kollisionen zu vermeiden. Intel zufolge sollen so in naher Zukunft bis zu 10.000 Drohnen gleichzeitig gesteuert werden können. Das Programm sei in Zusammenarbeit mit Ars Electronica Futurelab, einer österreichischen Forschungseinrichtung, entwickelt worden, heißt es bei TechCrunch.

Nur hat die ganze Geschichte noch einen Haken: Die Drohenen-Szene hat nicht live während des Super Bowls stattgefunden, sondern wurde vorab abgedreht und nachträglich eingespielt, schreibt USA Today. Ganz so reibungslos funktioniert die Technologie also doch noch nicht. In diesem Fall hätten sich die Organisatoren wegen der ungewissen Wetterbedingungen im Februar gegen eine Live-Performance ausgesprochen, heißt es.

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Intel ist nicht der einzige große Tech-Konzern, der verstärkt auf Drohnen-Technologie setzt: Amazon hat im Dezember in Großbritannien erstmals eine Bestellung per Lieferdrohne ausgeflogen und plant zudem fliegende Warenhäuser, die automatisch von kleinen Transport-Drohnen angesteuert werden. Ein anderes Unternehmen aus Bayern, Vialight Communications, entwickelt die Technologie für Internet-Drohnen, die Zugang zum Netz an abgelegenen Orten der Welt verschaffen sollen.

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Während der Übertragung des Super Bowls wurde die Drohnen-Szene eingespielt.

Bild: NFL Super Bowl

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