Amazon greift den deutschen Autohandel an

Der Internetriese will in den Handel mit Autos einsteigen und sie über seinen Online-Marktplatz verkaufen. Starten soll das Angebot in UK und Deutschland.

Neue Konkurrenz für die deutsche Automobilbranche: Amazon will in den Handel mit Fahrzeugen einsteigen, berichtet die Automobilwoche. Dafür habe der Internetkonzern Christoph Moeller angeheuert, der zuvor Partner bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman war und zuständig für den Automobilsektor. Bei Amazon verantworte er das Geschäft mit den deutschen Automobilherstellern, sagte Moeller der Zeitung.

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Als erstes nimmt Amazon Großbritannien und Deutschland ins Visier, heißt es. Gesteuert werden soll die neue Sparte von Luxemburg aus. Kunden sollen dann ihr Auto über den Online-Marktplatz bestellen können. Unklar ist, ob Amazon Gebraucht- oder Neuwagen verkaufen will, ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu bisher nicht äußern.

Erste Tests laufen bereits. Seit dem vergangenen Jahr verkauft Amazon in Italien einige Modelle von Fiat über seinen Online-Marktplatz. Das Programm wurde im März verlängert und beinhaltet nun auch Langzeit-Leasing-Angebote.

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Mit dem Einstieg des Internetgiganten dürfte der Preiskampf auf dem Automarkt hierzulande härter werden, insbesondere für die hiesigen Autohäuser und Online-Marktplätze wie AutoScout24. Betroffen wären auch Startups wie der Online-Gebrauchtwagen-Marktplatz Wirkaufendeinauto.de des Berliner Einhorns Auto1 sowie die Neuwagenplattform Carwow. Daneben könnten auch Leasing-Plattformen wie Vehiculum es mit der Konkurrenz von Amazon zu tun bekommen.

Bild: Getty Images /JOHN MACDOUGALL

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