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Apple baut ein E-Auto

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Die Anzeichen mehren sich, dass Apple ein eigenes E-Auto baut. Als Beweis dient die Verpflichtung mehrerer Top-Manager aus der Autobranche.

Die Gerüchte, dass Apple an einem eigenen, autonom fahrenden Elektroauto arbeiten könnte, haben neue Nahrung bekommen. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Apple Doug Betts eingestellt, der bisher beim Fiat-Chrysler Konzern für die Qualitätssicherung der Fahrzeuge zuständig war. Betts hat unter anderem zuvor für Nissan, Toyota und General Motors gearbeitet.

Apple hat in den letzten zwei Jahren einige neue Mitarbeiter aus der Automobilbranche angeworben. Darunter war vor einigen Monaten auch Johann Jungwirth, der von 2009 bis 2014 CEO des Research & Development Centers der Daimler AG im kalifornischen Sunnyvale war und dort auch den Bereich „Connected Car“ geleitet hat. Sein aktueller Arbeitstitel bei Apple lautet zwar „Director, Mac Systems Engineering“. Bei Daimler ist man sich aber sicher, dass Jungwirth wohl kaum an neuen Laptops rum schrauben wird.

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Ebenfalls neu im Team ist Paul Furgale. Der Schweizer war zuvor „Leiter Autonome Systeme“ an der ETH Zürich und hat dort im Bereich „Connected Car“ geforscht. Die Liste seiner Veröffentlichungen weist ihn als Experten für Kameraerkennung und für das Zusammenspiel der Sensoren aus. Kameras und Sensoren sind der wichtigste Teil eines autonom fahrenden Autos. Und es gibt eine lange Liste der neuen Mitarbeiter bei Apple, die zuvor in der Autoindustrie oder bei deren Zulieferern gearbeitet haben.

Angefeuert wurden die Gerüchte wurden zuletzt auch durch Jeff Williams, Chief of Operations bei Apple, der im Mai auf einer Konferenz erwähnte, dass das Auto ein „ultimatives Device“ sei. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Apple, nachdem man eigenhändig den Smartphone-, Tablet- und Laptopmarkt revolutioniert hat, sich der nächsten Branche zuwendet.

Warum auch nicht – um ein Fahrzeug zu entwickeln, benötigt man grob über den Daumen gepeilt eine Milliarde Euro. Bei mehr als 180 Milliarden Dollar Barreserve zahlt Apple das mehr oder weniger aus der Portokasse. Gleichzeitig kann man aber durchaus die Frage stellen, warum Apple nicht ein Unternehmen wie Tesla erwirbt. Zwar hat es laut dessen Gründer Elon Musk im letzten Jahr Gespräche gegeben. Aber konkret wurde nichts vereinbart. Bis heute nutzt Tesla nicht einmal das Apple „Carplay“ Musiksystem in seinen Autos.

Auch wenn vieles darauf hindeutet, dass Apple an einem eigenen Fahrzeug werkelt, es wird noch etliche Jahre dauern, bis man ein „Apple Car“ sehen wird. Vor 2020 muss dafür wohl kaum jemand mit seiner Kreditkarte in der Schlange vor dem Apple-Store stehen.

Bild: (c) Bildagentur PantherMedia – 13928263 / 

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