Ein Wiener Startup entwickelt den aufblasbaren Kindersitz fürs Carsharing

Carsharing liegt im Trend. Für Eltern hat das Konzept allerdings einen Nachteil: Häufig fehlt der Kindersitz. Jetzt gibt es ein Modell zum Mitnehmen.

Immer mehr Menschen leihen Autos bei Carsharing-Anbietern, statt ein eigenes Fahrzeug zu kaufen. Eltern stellt das häufig vor ein Problem: Wie können sie den Nachwuchs sicher von A nach B transportieren? Die Fahrzeuge von Car2Go und Drivenow sind selten mit einem Kindersitz ausgestattet, die durch das Sharing versprochene Spontanität geht so verloren. Und im Schnitt wiegt ein Kindersitz 15 Kilogramm. Zu viel, um ihn immer mit sich rumzutragen.

Ein Wiener Startup verspricht die Lösung – und hat einen Kindersitz zum Aufblasen entwickelt. Den könne man ganz einfach mitnehmen, wirbt die Nachfolger GmbH, wie sich das Unternehmen nennt. Möglich mache das eine spezielle Falttechnik, aufgrund derer sich der Sitz HY5 (gesprochen: High Five) in einer Tasche verstauen lasse. Das Modell wiegt weniger als fünf Kilogramm – und ist damit um zwei Drittel leichter als herkömmliche Kindersitze. Eine mitgelieferte Akkupumpe soll den Sitz innerhalb weniger Minuten mit Luft füllen. Geeignet ist HY5, wie der Name schon andeutet, für Kinder zwischen 0 und 5 Jahren.

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Gegründet wurde Nachfolger im April 2016 von CEO Gerd Mitter, COO Rainald Keller und Jörn Clausen, heute Marketingchef des Unternehmens. Die Gründer – selbst Familienväter – haben jahrelang im Bereich Kindersicherheit und in der Automobilindustrie gearbeitet.

Der Sitz HY5 ist das erste Produkt des Startups. Finanziert haben sich die Gründer durch Geld aus den Töpfen des österreichisches Gründerfonds AWS. Zudem habe ein Business Angel einen siebenstelligen Betrag investiert.

Kürzlich wurde der Sitz durch die zuständigen Behörden für Asien, Südamerika und für ganz Europa zugelassen. Hierzulande ist er aktuell allerdings noch nicht zu haben. Läuft alles nach Plan der Gründer, kommt HY5 in Europa im Februar auf den Markt. Mit einem Preis von voraussichtlich 350 Euro ist er allerdings nicht ganz günstig.

Foto: Nachfolger

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