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Bald fliegen wir mit Strom und ohne Pilot

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Durchbruch in Stufen

Dabei geht es nicht nur um elektrisches Fliegen, sondern auch um autonome Steuerung. Ein erster Schritt ist möglicherweise eine Ein-Mann-Pilotenkabine in Verkehrsflugzeugen, der nächste Schritt könnte dann das völlig automatische Fliegen sein. Aurora will auch den Autofahrdienstvermittler Uber mit autonomen Lufttaxis beliefern.

Boeing plant, noch weitere Firmen mit besonderen Technikfähigkeiten zu übernehmen. Dies erklärte jüngst die Chefin der Boeing-Rüstungssparte, Leanne Caret. Im Gegensatz dazu sickerte jüngst durch, dass die Airbus-Rüstungssparte auf der Investitionsbremse steht, um besonders hohe Ausgaben zu vermeiden.

In der Roland-Berger-Studie über die künftige Verbreitung von E-Flugzeugen wird deutlich, dass der Durchbruch in Stufen erfolgen wird. Zunächst kommen die summenden Motoren bei Drohnen und Lufttaxis zum Einsatz sowie bei dem Wandel zu insgesamt mehr Elektrik statt Hydraulik in Flugzeugen. Im nächsten Schritt sind dann E-Regionalflieger und schließlich größere E-Passagierjets zu erwarten.

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2018 soll beispielsweise erstmals ein Prototyp des hubschrauberähnlichen City-Airbus für vier Passagiere abheben, und rund um das Jahr 2023 soll die Maschine in Dienst gestellt werden.

Zukunft ohne Kerosin

Etwa im Jahr 2025 wollen nach bisherigen Ankündigungen Airbus und Boeing ihre Nachfolger für die meistverkauften Modelle A320 und Boeing 737 präsentieren. „Je nach Fortschritt in der Batterietechnik könnte sich die Frage stellen, ob die Neueinführungen womöglich hinausgezögert werden, um den Antrieb dann auf hybrid-elektrisch umzustellen“, sagt Roland-Berger-Luftfahrtexperte Hader.

In der Studie wird beispielsweise auf das US-Start-up Wright Electric verwiesen, das ein elektrisch angetriebenes 150-Sitze-Modell plant. Binnen 20 Jahren sollen Kurzstreckenflüge komplett elektrisch erfolgen, prognostiziert das junge US-Unternehmen.

Einen großen Interessenten gibt es bereits. Die britische Billigfluglinie Easyjet unterstützt das Vorhaben. „Zum ersten Mal wird eine Zukunft ohne Kerosin denkbar, und wir freuen uns, dabei zu sein“, sagt Carolyn McCall, die Chefin der Billigairline.

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Trotz aller hochfliegenden Pläne müssen noch einige Hürden überwunden werden. Erst in der Zeitspanne 2025 bis 2030 sei mit der erforderlichen Batteriespeicherdichte von 0,5 Kilowattstunden pro Kilo Batteriegewicht für größere Flugzeuge zu rechnen, heißt es in der Studie. Das sei aber selbst dann noch um ein Vielfaches niedriger als die Energieausbeute aus Kerosin.

Zu den großen Herausforderungen gehören auch regulatorische Fragen, die beispielsweise die Zulässigkeit von autonomen Lufttaxis betreffen sowie das Thema Sicherheit von Superbatterien in Flugzeugen.

Dieser Text erschien zuerst auf Welt.de.

Bild: Aurora Flight Sciences

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