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Das Firmenflotten-Drivy

Azowo-compressor

Während Drivy, Getaway und Blablacar auf Privatpersonen setzen, bietet Azowo Carsharing für Dienstfahrzeuge an. Unter den ersten Kunden sind Banken und Bauunternehmen.

Zwei Millionen Dienstfahrzeuge gibt es in Deutschland. 1,5 Stunden pro Tag werden sie durchschnittlich genutzt. Das sind 22,5 Stunden, in denen der Dienstwagen nichts tut – und trotzdem Geld kostet.

Aus diesem Problem will Peter Jegutzki ein Geschäft machen. Zusammen mit seinen zwei Mitgründern hat er Azowo gestartet. Das Startup ist ein Carsharing-Unternehmen und will Menschen dazu bringen, sich Autos zu teilen – nur mit einer Besonderheit: Azowo hat sich auf Firmen spezialisiert.

Unternehmen können ihre Dienstwagen-Flotten mit Telematik-Einheiten ausrüsten. Die Fahrzeuge können dann von allen Mitarbeitern schlüssellos genutzt werden. Azowo verspricht mehr Effizienz, mehr Auslastung und letztlich weniger Kosten, weil künftig weniger Fahrzeuge benötigt würden.

Azowo: bis zu 40 Prozent Einsparung

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Überraschenderweise hat das Startup mit seinem auf Firmen ausgerichteten Produkt noch recht wenig Konkurrenz. Für Privatpersonen gibt es diverse bekannte Carsharing-Anbieter wie UberPool, Blablacar, ZipCar oder die Plattformen Flinc und TwoGo. Einige davon kooperieren auch mit einzelnen Firmen, wichtigster Kunde sind aber Privatpersonen. Auch Getaway und Drivy arbeiten in Berlin mit Telematik-Einheiten, die in privaten Fahrzeugen verbaut werden und so das Teilen des eigenen Autos ermöglichen. Als größten Konkurrenten sieht der Azowo-Gründer jedoch Ubeeko – ein französisches Unternehmen von Europcar, das ebenfalls Firmen-Carsharing in Frankreich, Großbritannien, Belgien, Spanien und Deutschland anbietet.

Bei Azowo nutzen derzeit zwölf Firmen-Kunden aus der Industrie, dem Baugewerbe und dem Finanzsektor die App und Telematik-Einheit. Eine Zahl mit der Gründer Jegutzki durchaus zufrieden ist. Immerhin sei Azowo erst vor fünf Monaten gestartet. Wie auch seine beiden Mitgründer kommt er aus der Branche, hat für einen großen Autovermieter 4.000 Fahrzeuge gemanagt und will nun ein B2B-Geschäft aufbauen. Kunden will er vor allem mit dem Effizienz-Argument überzeugen. „Bis zu 40 Prozent Einsparung sind möglich“, sagt Jegutzki.

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Geld verdienen soll das Startup durch die Vermietung seiner Telematik-Einheiten. Auch wenn das bedeutet, dass die Einnahmen sinken, sobald Firmenkunden dank des Services die Anzahl ihrer Firmenautos reduzieren. „Wir kompensieren das durch Wachstum,“ sagt Jegutzki zuversichtlich. „Die Preise für die Telematik-Boxen sind variable – je nach Anforderung des Kunden.“ Die günstigsten Lösungen gibt es ab 29 Euro.

Bild: Azowo

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