Zu Besuch bei NavVis: So werden Räume digital begehbar

Das Münchner Startup hat ein „Google Street View für drinnen“ entwickelt. Der Gründer hat uns gezeigt, wie die Technologie funktioniert.

Als sie kurz nach der Gründung 2013 das erste Mal mit ihrer Idee an potenzielle Investoren herantraten, reichten die Antworten von verständislosem Kopfschütteln bis zu bloßem Gelächter, erzählt NavVis-Gründer Felix Reinshagen im Interview mit Gründerszene und NGIN Mobility.

Heute beschäftigt das Münchner Startup rund 145 Mitarbeiter und hat nach eigenen Angaben 200 Großkunden in 30 Ländern, darunter Firmen aus der Automobilwirtschaft und dem Immobiliensektor. Eine dreitstellige Anzahl an Trolleys, wie die Scanvorrichtung von NavVis heißt, sei bereits in München gefertigt worden. Während diese anfänglich verkauft wurden, kommen sie nun vorwiegend als Leihfahrzeuge zum Einsatz. Nach zwei Finazierungsrunden (7.5 Millionen Euro) kann sich das Startup nun aus dem eigenen Cash-Flow finanzieren.

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Das Startup digitalisiert Innenräume durch eine 3D-Scan-Technologie. Hierfür wird ein Trolley – ein fahrbares Türmchen mit Kameras und Sensoren – durch Lagerhallen, Museen oder Einkaufszentren gefahren. Das Ergebnis erinnert stark an Google Street View für geschlossene Räume. Neben der Hardware erstellt NavVis aus dem gesammelten Material ganze Karten von Räumen, etwa zur Navigation in Universitäten oder zur zielgenauen Wartung von Maschinen in Fabrikhallen.

Gründer Felix Reinshagen hat uns gezeigt, wie der Trolley in München produziert wird, und erklärt, wo die Technologie überall schon im Einsatz ist:

Bild: NavVis und Marco Weimer für Gründerszene und NGIN Mobility; Video von Marco Weimer

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