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Ein Münchner Startup holt Schüler mit der Limousine ab

CareDriver-CEO Markus Feichtinger (links) und sein Team.

CareDriver vermittelt Fahrdienste für Kinder, Senioren und Behinderte. Vielbeschäftigten Eltern soll damit ein Punkt auf der To-Do-Liste abgenommen werden.

„Wenn eine schwarze Limousine vor der Schule steht, sieht das schon etwas komisch aus” sagt Markus Feichtinger. Seine Fahrer müssen deswegen immer ein Schreiben von seinem Unternehmen und den Eltern vorweisen können, in dem ausdrücklich steht, dass sie das Kind abholen sollen, erklärt der Münchner Gründer.

Mit seinem im Februar gründeten Startup CareDriver vermittelt Feichtinger Fahrer und Betreuer für Kinder, Senioren und Behinderte. Am häufigsten würden Kinder zwischen vier und elf Jahren befördert, etwa von der Schule zum Klavierunterricht, sagt der Gründer. 16 Euro pro Stunde zahlen Eltern für die über CareDriver vermittelten Fahrer. Bis zu 30 Prozent des Preises sollen sich steuerlich absetzen lassen, so Feichtinger. Bezahlt wird via Paypal oder Kreditkarte.

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In der Theorie soll das Geschäft vollständig digital laufen: Mittels einer App buchen und bezahlen die Eltern den Fahrer ihrer Kinder. Doch CEO Feichtinger merkte schnell, dass dieses Konzept nicht umsetzbar ist. „Die meisten Anfragen kommen noch über das Telefon“, erklärt der Gründer. „Die Familien wollen sich vorab mit dem Fahrer treffen, oft auch mehrmals, um ihn kennenzulernen.“

Dass die Eltern beim CareDriver-Fahrdienst auf die Qualität des Fahrers vertrauen können, sei nunmal die Grundvoraussetzung – und im Gegensatz zu Taxis und öffentlichen Verkehrsmitteln das Alleinstellungsmerkmal des Münchner Startups.

Kein Schnellstart für das Fahrdienst-Startup 

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Feichtinger beschreibt CareDriver als Vermittlungsplattform zwischen Kunden und Dienstleistern. Ihr Arbeitsgerät, einen versicherten Mietwagen, müssen die Fahrer selbst mitbringen. Neben dem normalen Führerschein brauchen sie eine Erlaubnis für die Fahrgastbeförderung, außerdem eine Gewerbe-Anmeldung. Das sei gesetzlich vorgeschrieben, erklärt Feichtinger. Das Startup verlangt außerdem ein polizeiliches Führungszeugnis.

Die passenden Fahrer für die Kunden auszuwählen, benötige viel Zeit, sagt Feichtinger: „Das ist ein langsamer Prozess, wir können nicht schnell skalieren“. Die Nutzerzahlen des Fahr- und Betreuungsdienstes liegen nach eigenen Angaben „im hohen zweistelligen Bereich“. Seit dem Start im Februar seien 500 Aufträge eingegangen. Bislang finanzierte sich CareDriver durch den dahinterstehenden Company-Builder Creative Dock, mit dem Feichtinger die Idee zu CareDriver entwickelte. 

Zwar soll CareDriver nach München auch in weiteren Großstädten anlaufen. Ob die Preisklasse aber auch in Städten wie Berlin funktioniere, will Feichtinger erst noch ausloten. Neben der Expansion denkt er über eine GPS-Trackingfunktion nach: „So können Eltern sehen, wo ihr Kind gerade ist, wenn es mit CareDrivern unterwegs ist”, sagt der Gründer.

Bild: CareDriver

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