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Click & Boat will das Airbnb für Boote sein

Über die Plattform Click & Boat können Privatpersonen ihre Boote verleihen. Das französische Startup startet in Deutschland – doch der Markt ist hart umkämpft.

Plattformen für Autos oder Wohnungen sind die Klassiker unter den Sharing-Angeboten. Doch die Idee des Teilens hat auch die Gewässer erreicht. Private Yachten oder Motorboote können hierüber online zur Vermietung angeboten werden. Nun startet auch das französische Startup Click & Boat in Deutschland.

Auf der Onlineplattform können Besitzer ihre Boote zur Vermietung anbieten. Bis Ende dieses Jahres sollen etwa 500 Boote in deutschen Gewässern gelistet sein, so die beiden Gründer Jérémy Bismuth und Edouard Gorioux, die das Unternehmen 2013 in Paris starteten. Zu Beginn liege der Fokus aber noch darauf, mit der deutschen Webseite Kunden das Mieten von Booten in Urlaubsländern wie Spanien oder Kroatien zu ermöglichen.

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Bismuth und Gorioux kamen auf die Idee, als sie merkten, wie viele Boote ungenutzt im Hafen rumlägen, erzählen sie. „Im Schnitt werden Boote weniger als zehn Tage im Jahr genutzt“, meint Gorioux. „Daher dachten wir, es wäre doch schön, wenn die andere Menschen die Möglichkeit hätten, diese privaten Boote zu nutzen. Gleichzeitig können die Besitzer mit ihnen Geld verdienen.“ Das Konzept überzeugte bisher einige Business Angels, die insgesamt 700.000 Euro in Click & Boat steckten. Weitere Details nennt das Startup nicht. Derzeit sei man jedoch dabei, eine weitere Runde zu sammeln.

Bei einer erfolgreichen Vermietung bekommt das Pariser Startup 13 Prozent der Bootsmiete von den Besitzern. Über diese Gebühr finanziert sich Click & Boat. Für Mieter ist die Nutzung der Plattform hingegen kostenlos. Seit der Gründung habe es nach Angaben der beiden Gründer 15.000 Vermietungen über ihre Plattform gegeben. Derzeit stünden 7.000 verschiedene Boote in 22 Ländern auf der Webseite zur Auswahl.

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In der bisher einzigen Niederlassung des Startups in Paris arbeiten derzeit 20 Mitarbeiter für Click & Boat. Diese überprüfen laut Unternehmen jede Anzeige, bevor sie online geht. Auch nach einem Bootsführerschein werde bei Mietern gefragt – sofern dieser für die Nutzung des Bootes verlangt sein sollte.

Damit die Boote abgesichert sind, bietet Click & Boat den Vermietern nach eigenen Angaben eine Versicherungslösung der Allianz an. Der Mieter muss auch eine Kaution zahlen, die der Bootsbesitzer bestimmt. Diese wird beim Startup hinterlegt, bis das Boot ohne Schäden wieder abgegeben wurde.

Doch Click & Boat ist nicht das einzige Startup, das den Ansatz vom Boote-Sharing verfolgt. Um einen Platz am Markt zu behaupten und das „Airbnb für Boote“ zu werden, übernahm Click & Boat vor Kurzem den Konkurrenten Sailsharing, ebenfalls ein französisches Unternehmen, erzählen die Gründer. Neben Sailsharing konkurriert Click & Boat auch mit dem ursprünglich in Deutschland gestarteten Yachtico, das mittlerweile in den USA sitzt. Das Berliner Startup Zizoo hat bisher über eine Million Euro an externem Kapital einsammeln können und vermittelt seit der Gründung 2014 Boote. Auch die US-amerikanischen Onlineplattformen Getmyboat und Boatbound sind dem Bootsverleih-Markt aktiv.

Bild: Gettyimages/Colin Anderson

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