Daimler distanziert sich von Expertenaussage zum Ende des Carsharings

Am Montag sorgte die Vision eines Daimler-Forschers auf der re:publica für Aufsehen: Carsharing sei ein Auslaufmodell. Jetzt distanziert sich Daimler und hält dagegen.

Eigentlich sollte es am Montag auf dem Panel der re:publica um das Thema „Kooperationen mit autonomen Fahrzeugen“ gehen, als Alexander Mankowsky, Zukunftsforscher bei Daimler, seinen Vortag hielt. Doch nach der Veranstaltung stand plötzlich ein ganz anderer Aspekt im Mittelpunkt der Berichterstattung: Die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen sei sehr „zeitgeistig“, zitierte die dpa den Experten. Carsharing sei dem Daimler-Forscher zufolge ein Auslaufmodell und werde es in 10 bis 15 Jahren nicht mehr in der Form geben, so Mankowsky. Mehrere Medien griffen die Schlagzeile auf und verkündeten das Ende des Carsharings. Jetzt kontert Daimler.

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In der Richtigstellung des Konzern heißt es nun, dass der Vortrag von Mankowsky in diversen Medienberichten stark verkürzt dargestellt worden sei und nicht die Meinung der Daimler AG repräsentiere. Carsharing werde auch in 15 Jahren für Daimler noch eine entscheidende Rolle spielen, betonte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage gegenüber NGIN Mobility.

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„Wir betrachten das Thema Carsharing als eine deutliche Erweiterung des bestehenden Mobilitätsportfolios“, heißt es von Unternehmensseite mit Verweis auf die neue Konzernstrategie namens Case. Die Rolle von Mankowsky sehe das Unternehmen auch darin, „unkonventionelle“ Marktprognosen zu vertreten.

Der Konzern betreibt mit Car2go eines der weltweit größten Carsharing-Unternehmen – mit 2,2 Millionen Nutzer registrierten Nutzern und 26 Innenstädten in acht Ländern. Daneben hat der Autobauer im vergangenen Jahr den Sharing-Service Croove gestartet, ein Leihangebot, über das private Autobesitzer ihr Fahrzeug in eine Sharing-Flotte eingliedern können.

Bild: Daimler AG

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