Fair.com will Ubers Leasing-Sparte übernehmen

Das Leasing-Geschäft von Uber fährt Verluste ein. Seit August steht die Sparte zum Verkauf. Jetzt soll offenbar Fair.com die angeschlagene Sparte übernehmen.

Etliche Skandale haben Uber dieses Jahr zu schaffen gemacht – und auch die Geschäfte liefen nicht so, wie geplant. Vor allem der Leasing-Bereich soll das US-Unternehmen in die roten Zahlen gestürzt haben. Seit August steht fest, dass der Taxivermittler die verlustreiche Sparte Xchange Leasing veräußern will.

Als aussichtsreicher Käufer habe nun das Gründerduo um Fair.com ein Angebot abgegeben, berichtete zuerst das Wallstreet Journal. Über die Höhe des Deals ist bislang nichts bekannt. Uber gab dazu noch keine Stellungnahme ab.

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Hinter dem Startup Fair.com steckt abgesehen von dem US-Seriengründer Scott Painter der 66-jährige ehemalige BMW-Manager Georg Bauer. Mit ihrem Startup wollen sie den Autokauf deutlich schneller abwickeln als gewöhnlich. Dafür haben sie eine App entwickeln lassen, über die ein Käufer sein Fahrzeugmodell unter derzeit rund 30 Herstellern auswählen kann. Hierfür wird der Führerschein eingescannt und per Fingerabdruck unterschrieben. Inklusive sind Versicherung, Wartung und Pannendienst.

Statt einer festgelegten Vertragslaufzeit, wie beim Leasing, sollen die Kunden ihr Auto so lange fahren können, wie sie möchten, und Fair lediglich fünf Tage vorher in Kenntnis setzen, bevor sie es zurückgeben und gegen ein anderes Modell tauschen wollen, erklärte Bauer damals gegenüber NGIN Mobility. Geld verdienen will Fair unter anderem durch Zusatzversicherungen und Garantiegebühren. Schon kurz nach dem Start haben die Gründer etwa eine Milliarde Dollar eingesammelt.

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Uber Xchange Leasing wurde 2015 ins Leben gerufen und soll es Taxifahrern ermöglichen, sich zu erschwinglichen Konditionen neue Leasing-Fahrzeuge anzuschaffen. Anfänglich schätzte Uber, mit seiner Nebensparte Verluste von 500 Dollar pro Auto einzufahren. Tatsächlich soll Uber jedoch rund 9.000 Dollar Miese je Fahrzeug gemacht haben, schrieb das Wallstreet Journal damals. 30.000 Fahrzeuge seien über den Dienst derzeit noch im Einsatz. Der potenzielle Käufer Fair.com werde im Falle eine Akquisition 150 der 500 Angestellten von Uber Xchange Leasing weiter beschäftigen, so das Medium.

Bild: Fair.com

 

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