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Merkel erklärt Regierungsziel für gescheitert

Auch die Kanzlerin wird wohl weiterhin Benziner fahren.

Bis 2020 sollten eine Million E-Autos auf den Straßen sein. Nun gibt die Kanzlerin zu, dass daraus nichts wird. Die Autokonzerne halten aber am Kurs fest.

Das Ziel war von Anbeginn ambitioniert. Bis zum Jahr 2020 sollten laut Plan der Bundesregierung etwa eine Millionen E-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Kurz vor Ende der Legislaturperiode hat Angela Merkel nun Bilanz gezogen: „So, wie es im Moment aussieht, werden wir dieses Ziel nicht erreichen“, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters die Kanzlerin. Denn in Deutschland sind bisher weniger als 100.000 Autos mit elektrischem Antrieben zugelassen worden – nicht einmal zehn Prozent des selbstgesetzten Ziels.

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Beim Fraktionskongress am Montag in Berlin machte Merkel deutlich, dass man für den Durchbruch des Elektroantriebs weiterhin geduldig sein müsse. Sie hoffe auf den „Smartphone-Effekt“. Dort habe es ebenfalls lange gedauert, bis sich die Technologie durchsetzen konnte, so die Kanzlerin.

Grund für hohe Preise: der Akku

Mit der Einführung der Kaufprämie für Elektroautos und Hybridfahrzeuge im vergangenen Jahr hatten Regierung und Auto-Hersteller darauf gehofft, dass der Verkauf der E-Fahrzeuge dadurch anziehen werde. Die Neuzulassungen blieben aber unter den Erwartungen. E-Autos sind nach wie vor deutlich teurer als ein Benziner. Der Grund dafür ist vor allem der Akku. Ein weiteres Problem für viele Autofahrer: die Reichweitenangst. Mittelklasse-Fahrzeuge kommen selten weiter als 350 Kilometer pro Ladung.

Die Automobil-Industrie will weiter auf dem Elektro-Kurs bleiben: Während BMW und Volkswagen bereits E-Fahrzeuge anbieten, wollen auch Audi und Daimler bald mit entsprechenden Modellen nachziehen. Daimler hat in seiner neuen Unternehmensstrategie Case unter anderem E-Mobilität fest mit eingeplant. Erst kürzlich präsentierte das Unternehmen den Concept EQ, einen Prototyp, der einen Ausblick auf die elektrischen Serienmodelle ab dem Jahr 2022 geben soll.

Wir haben uns das neue E-Fahrzeug von Mercedes Benz schon mal vorab angeschaut:

Bild: Getty Images / EMMANUEL DUNAND

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