Bolt sammelt drei Millionen für vernetzten E-Scooter ein

Ein holländisches Startup will einen internetfähigen E-Roller bauen. Per Crowdfunding hat Bolt drei Millionen Euro eingesammelt. Nächster Schritt: der deutsche Markt.

Das Mobility-Startup Bolt hat drei Millionen Euro via Crowdfunding eingesammelt. Mehr als 2.500 Kleininvestoren haben sich über die Plattform Seedrs an dem niederländischen Unternehmen beteiligt, heißt es in einer Mitteilung. Mit dem Geld will Bolt einen smarten Elektro-Roller bauen. Schon im nächsten Jahr soll der sogenannte AppScooter auf den Markt kommen – zuerst in Amsterdam, später auch in Deutschland.

Hinter Bolt stehen Marijn Flipse and Bart Jacobsz Rosier. Sie haben das Startup mit Hauptsitz in Delft im Jahr 2014 gegründet. Bisher haben sie die Entwicklung des Fahrzeuges durch Business Angels finanziert. Wie viel Geld diese insgesamt gegeben haben, wollen die Gründer auf Nachfrage von NGIN Mobility allerdings nicht verraten.

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E-Roller-Startups gibt es mittlerweile viele, darunter Unu aus Berlin. Weitere Hersteller sitzen in Asien, beispielsweise das chinesische Startup Niu und Gogoro aus Taiwan. Letztere liefern die Fahrzeuge für die Sharing-Plattform Coup. Konkurrent Emmy setzt neuerdings auf die Retro-Scooter des deutschen Herstellers Govecs. Auch kleinere Akteure wagen sich auf den Markt, beispielsweise Kumpan electric, der kürzlich mit der Energieversorgung Oberhausen ein Elektroroller-Sharing mit zehn Fahrzeugen gestartet hat. 

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Das Besondere an den Bolt-Scootern: Neben einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern soll der E-Roller über eine 4G-Verbindung dauerhaft online sein. Rollerfahrer könnten darüber ihr Smartphone mit dem Internet verbinden und auch während der Fahrt Telefonate annehmen. Auch ein Navigationssystem per GPS sei verfügbar, heißt es. Außerdem soll das Zweirad während der Fahrt automatisch Nachrichten über den aktuellen Standort verschicken und so mitteilen können, wenn sich die Ankunft am Ziel verzögert. Steuerbar sei das System über einen Bildschirm auf dem Lenker.

Ein ähnliches Konzept verfolgt auch Unu. Das nächste E-Roller-Modell werde mit dem Internet verbunden sein, kündigte dessen Gründer Pascal Blum im Frühjahr im Interview mit NGIN Mobility an: „Mit vernetzten Fahrzeugen lassen sich ganz andere Geschäftsmodelle fahren, etwa beim Sharing, wenn der Zugang zum Fahrzeug über die Software gesteuert wird“.

Bestellt werden kann der Bolt-Scooter künftig über die eigene Webseite. Das soll Kosten sparen, weil kein Händler zwischengeschaltet ist, so die Gründer. Kostenpunkt des Rollers: knapp 3.000 Euro. Mit einer weiteren Besonderheit buhlen die Gründer um die Gunst von Zweirad-Fans: Unter dem Sitz sei Platz für eine ganze Kiste Bier. 

Foto: Bolt

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