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Ein Startup will lokale Händler vor Amazon schützen

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Online-Shopping zerstört angeblich den Einzelhandel in den Innenstädten. Das Startup Atalanda aus Bayern möchte beide miteinander versöhnen.

Die schwäbische Kleinstadt Günzburg hat jetzt ihren eigenen Online-Marktplatz. Wie Amazon, nur eben ausschließlich für lokale Produkte – und ohne die negativen Auswirkungen, die der weltgrößte Versandhändler und andere auf den Einzelhandel haben. Denn auch wenn die Nutzer von wir-in-guenzburg.de nicht mehr in die Läden ihrer Stadt gehen müssen, sie kaufen immerhin noch bei ihnen ein.

Möglich macht das ein Startup aus Freilassing in Bayern. Atalanda stellt die Infrastruktur, über die lokale Geschäfte ihre Waren online anbieten können. Das Unternehmen betreibt Internetshops für mittlerweile elf deutsche Städte von Attendorn bis Wuppertal und kümmert sich um die Lieferung. Wer in der gleichen Stadt wie der Händler oder der direkten Umgebung wohnt und bis 16:30 Uhr bestellt, bekommt sein Paket noch am selben Tag, Selbstabholer werden sogar schon 30 Minuten nach der Bestellung bedient. Weitere Lieferungen ins gesamte Bundesgebiet brauchen zwei bis drei Tage. Der Versand kostet bis zu 5,95 Euro.

Auf wir-in-guenzburg.de bietet derzeit etwa Sport Zimmermann Herren-Poloshirts an, Badezimmer Live gibt Rabatt auf einen Jute-Teppich und man kann für 14,99 Euro einen Strauß bei Blumen Eber bestellen. Eine Mischung aus lokalem Handwerk und Produkten, die man durchaus auch bei Amazon bekäme.

Atalanda wurde 2012 von Roman Heimbold gegründet. Neben Deutschland ist das Startup auch in Bern und Zürich aktiv, wo es mit der Schweizer Post kooperiert. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Locafox aus Berlin: Kunden können Produkte online suchen und die Plattform zeigt ihnen, in welche Geschäften in der Nähe sie erhältlich sind. Dieses Prinzip wird ROPO (Research Online, Purchase Offline) genannt – online suchen, offline kaufen.

Bild: Getty Images / Konrad Wothe / LOOK-foto

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