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Startup von Ex-Elitesoldaten erhält Millionen-Investment

FlyNex-Gründer Michael Petrosjan, Holger Dirksen, Andreas Dunsch und Christian Caballero

Drei Ex-Fallschirmjäger und ein IT-ler erhalten für ihr Drohnen-Startup einen siebenstelligen Betrag. Mit dem Geld wollen sie den Papierkrieg mit Behörden vereinfachen.

Bei der Bundeswehr sprangen sie noch selbst aus Helikoptern und Flugzeugen, jetzt entwickeln sie Software rund um fliegende Drohnen. Zusammen mit einem Softwareentwickler haben drei ehemalige Fallschirmjäger-Offiziere ein Startup gegründet, das das Flottenmangement von Drohnen erleichtert: Flynex heißt das Unternehmen, in das der Technologiegründerfonds Sachsen und der High-Tech Gründerfonds nun eine siebenstellige Summe investieren. Mit dem Geld will die Firma erstes Produkt auf den Markt bringen.

Die Ex-Soldaten Michael Petrosjan, Andreas Dunsch und Christian Caballero haben sich zusammen mit dem Entwickler Holger Dirksen einen mächtigen Gegner vorgenommen: die deutsche Bürokratie. Flynex soll Unternehmern wie Dachdeckern oder Architekten helfen, kommerzielle Drohnenflüge bei den zuständigen Behörden anzumelden und Drohnen-Anbieter vermitteln. Eine eigene Flotte unterhält Flynex aber nicht, sagt CEO Dunsch: „Wir machen nur Software.” Die sei aber bitter nötig, denn anders als im militärischen Bereich wüssten zivile Unternehmen häufig wenig über das Prozedere bei Drohnenflügen. 

Erste Produkte im nächsten halben Jahr

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„Das Geld reicht aus, um gut 24 Monate mit einer höheren Cash-burn-Rate durchzuhalten“, sagt CEO Andreas Dunsch. „Wir sind gerade in der Pilotphase und führen mit Kunden Tests durch.“ 50.000 User würden bereits die kostenlose Beta-Version unter Map2fly.com nutzen, so Dunsch. Die ersten beiden Produkte sollen innerhalb der nächsten zwei Quartale auf den Markt kommen. Unternehmen würden damit bis zu 80 Prozent der Zeit sparen, die sonst beim Anmelden von Drohnen-Aufstiegen draufgehe, so der Gründer. Neben der Produktentwicklung soll auch Kapital in den Ausbau der beiden Standorte in Leipzig und Hamburg gesteckt werden.

Flynex wurde Ende 2015 gegründet und beschäftigt derzeit neun Mitarbeiter. 2016 erhielt das Startup eine Förderung durch die Investitions- und Förderbank Hamburg, derzeit nimmt es am SpinLab-Programm teil. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung bevölkern derzeit 400.000 Drohnen den Luftraum über Deutschland. 2017 könnte sich diese Zahl nach Angaben der des Unternehmens mehr als verdoppeln. Zudem gelten ab Oktober verschärfte Regeln für den Einsatz von unbemannten Flugobjekten in Deutschland. So dürfen Drohnen mit mehr als zwei Kilogramm Gewicht nur noch mit Pilotenlizenz geflogen werden und eine Flughöhe von 100 Metern nicht mehr überschreiten.

Bild: Flynex

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