Von Lendico zu Friday – Christoph Samwer heuert bei Berliner Insurtech an

Eine große Schweizer Versicherung drängt mit dem Insurtech-Startup Friday auf den deutschen Markt. Das Management stammt aus der Berliner Fintech-Szene.

Eine große Schweizer Versicherung hat es auf den deutschen Markt abgesehen: Die Baloise Group, in Deutschland eher unbekannt, startet in Berlin eine Tochter für Kfz-Versicherungen. Unter dem Namen Friday soll es im ersten Quartal 2017 mit dem sogenannten Mobile Insurer losgehen. „Mit einfachen Prozessen und verschiedenen Produktinnovationen wird Friday die bisherigen Nutzungserfahrungen mit Versicherungsdienstleistungen in ein neues Zeitalter führen“, so kündigt das Unternehmen seinen Ableger vollmundig an. Bis 2021 soll Friday zum „beliebtesten“ Autoversicherer in Deutschland werden.

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Zum Start hat sich die Versicherung einen Chef aus der Berliner Fintech-Szene geholt. Christoph Samwer, der Cousin von Oliver Samwer und ehemalige Lendico-Chef, wird Friday ab März leiten. Rockets Kreditvermittler Lendico kämpft seit einiger Zeit mit Problemen. Zu seinem neuen Job twitterte Samwer: „Super Setup, klasse Team.“ Weitere Personalien sind Florian Eismann, der vom Berliner Insurtech Financefox als CMO dazu stößt, und Mathias Nestler, ehemals Barzahlen, der als COO an Bord kommt.

Im vergangenen Herbst hatte die Versicherung bereits das Projekt angekündigt. Friday visiere ein Prämienvolumen von deutlich mehr als 100 Millionen Euro an, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Als Teil der Kfz-Versicherung werde auch das Verhalten der Autofahrer berücksichtigt, schreibt die Zeitung. So soll es Boni für sicheres Fahren geben. Seit einiger Zeit sind bereits Versicherer wie die Allianz und kürzlich die Huk-Coburg in Deutschland mit sogenannten Telematik-Tarifen am Markt.

Bild: Lendico

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