Früher als erwartet: GM will 2019 Roboter-Taxis auf die Straße schicken

GM macht Tempo: Schon übernächstes Jahr sollen die ersten autonomen Autos kommen. Dabei dürfte den US-Autokonzern vor allem die Aussicht auf Profit locken.

GM drückt beim Thema autonomes Fahren aufs Gas: Schon im übernächsten Jahr sollen die ersten fahrerlosen Taxis kommen. Grundlage für die Ankündigung seien die aktuellen Fortschritte bei der Technologie, hieß es bei einer Präsentation von GM am Donnerstag.

Damit könnte der US-amerikanische Autokonzern die Wettbewerber überholen. Mit dem angekündigten Zeitplan liegt GM vor den Zeitplänen vielen Rivalen. Volkswagen beispielsweise hatte erste autonome Autos für das Jahr 2021 angekündigt. Dann will der Konzern mit den ersten komplett selbstfahrenden Fahrzeugen in zwei bis fünf Metropolen starten.

Bosch plant, gemeinsam mit Daimler, nächstes Jahr die ersten Robo-Taxis in Deutschland zu testen. Die breite Markteinführung sei allerdings erst für das Jahr 2022 geplant, heißt es.

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Letztes Jahr hatte GM das Roboterwagen-Startup Cruise Automation übernommen, aktuell laufen Tests im öffentlichen Straßenverkehr, unter anderem in San Francisco. Auch der Fahrdienst Uber führt testweise Fahrten gemeinsam mit Nutonomy durch.

Bei autonom fahrenden Autos rechnet GM mit einem riesigen Geschäft. Der Markt für Roboter-Taxis könnte bis 2025 ein Volumen von mehreren Hundert Milliarden Dollar erreichen, es seien Gewinnspannen von 20 bis 30 Prozent drin, prognostiziert GM-Finanzchef Chuck Stevens.

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Mit der Ankündigung hat GM die Karten auf dem Zukunftsmarkt mit fahrerlosen Fahrzeugen neu gemischt. Bislang wurden die Techkonzerne als die möglichen neuen großen Player auf dem Markt mit Mobilitätsdienstleistungen gehandelt. Allerdings hatte Apple ein ähnliches Projekt zuletzt auf Eis gelegt, Tesla kämpft ebenfalls mit Problemen – und das durch Skandale geschüttelte Uber ist derzeit mit sich selbst beschäftigt.

Bild: Cruise Automation

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