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Das ist der Valley-Veteran, der Volkswagen digitalisieren soll

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In Deutschland wird in Sachen Digitalisierung ja immer gerne von Bedrohungen gesprochen. In diesem Sinne: Wer sind die Gegner der deutschen Automobilindustrie? US-Tech-Newcomer wie Tesla oder eher chinesische Autobauer?

Das ist ein Mix aus heutigen Wettbewerbern und neuen Anbietern, etwa aus dem Silicon Valley, aus China und anderen Regionen der Welt. Aber es gibt nicht den einzelnen großen Widersacher.

Alle scheinen aber vor allem über Tesla zu reden. Was kann sich denn Volkswagen von Elon Musks Unternehmen abschauen?

Zum einen sicherlich den Antrieb, also einen 100-prozentigen Fokus auf den Elektroantrieb als die große Zukunft. Zum anderen einen stärkeren Fokus auf Software und Dienstleistungen. Tesla und andere junge Anbieter haben schon sehr früh erkannt, dass sich die Autoindustrie zukünftig sehr stark dahingehend entwickeln wird.

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Schaden der Diesel-Skandal und nun die mutmaßliche Kartellaffäre der Entwicklung der E-Mobilität in Deutschland?

Eher im Gegenteil. Aus meiner Sicht wurden dadurch die Entwicklungen hin zur Digitalisierung und Elektromobilität sogar beschleunigt. Wir haben eine neue Strategie mit Zielen bis zum Jahr 2025 ausgearbeitet. Unser neugeschaffener Fachbereich Digitale Transformation sowie meine Rolle als Chief Digital Officer haben wir sicherlich auch diesem Fokus zu verdanken.

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Die Investition in Gett vor gut einem Jahr wirkte nach außen wie eine Art Befreiungsschlag, um zu zeigen: Volkswagen meint es ernst mit dem Digitalen. War sie ihr Geld wert, immerhin 300 Millionen Dollar?

Gett gehört unverändert zur Konzernstrategie. Es war die richtige Entscheidung. Mit Sedric und Gett setzen wir auf Ride-Hailing, mit den größeren Shuttles und Moia auf das Ride-Pooling.

Sicherlich wird sich auch die Produktion in den kommenden Jahren entscheidend verändern. Bei Daimler haben die Mitarbeiter bereits gestreikt, weil die Umstellung auf E-Autos viele langjährige Mitarbeitern den Arbeitsplatz kosten wird. Ist das bei Volkswagen nicht auch zu erwarten?

Zum einen haben wir ein extrem gutes Verhältnis zum Betriebsrat und arbeiten eng mit ihm zusammen. Zum anderen gibt es sogar einen internen Innovationsfonds, der 20 Millionen Euro pro Jahr in innovative Zukunftslösungen zur Beschäftigungssicherung investiert. Ich sehe das auch als Teil des Zukunftspakts, den wir mit den Mitarbeitern geschlossen haben.

Dieser Text erschien zuerst im neuen NGIN-Mobility-Heft. Hier geht es zum Download für das Magazin!

Bild: Alex Hofmann / Gründerszene

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