Lieferung an die Haustür soll teurer werden

Durch den Online-Handel steigt das Paketaufkommen merklich. Deshalb denken die Zusteller Hermes und DPD über eine zusätzliche Pauschale nach.

Paketlieferungen an die Haustür sollen teurer werden, wie der Geschäftsführer des Paketdiensts DPD, Boris Winkelmann, der WirtschaftsWoche berichtet. „In der Zukunft könnte es so kommen, dass die Paketdienste standardmäßig an den Paketshop liefern und die Lieferung zur Haustür dann zum Beispiel 50 Cent extra kostet“, lässt sich der DPD-CEO in dem Artikel zitieren. Das starke Wachstum des Online-Handels führe zu einem erhöhten Paketaufkommen, so Winkelmann. Auch Hermes-Geschäftsführer Frank Rausch pflichtet dem Konkurrenten von DPD bei und fordert: „Die Zustellung an die Haustür muss angesichts des hohen Aufwandes teurer werden.“  

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Beide Lieferdienste wollen die Abholung von Sendungen direkt vom Paketshop oder vom Paketkasten weiter fördern. Es mangele an Arbeitskräften und oftmals seien die Kunden nicht zuhause, sodass die Pakete an Shops oder zurück zum Lager geliefert werden müssten, lässt sich Rausch zitieren. Der Hermes-CEO wünscht sich Paketshops, die von mehreren Anbietern gleichzeitig genutzt werden können. Rausch sieht eine wettbewerbsübergreifende Kooperation als „durchaus denkbar“, wie er der WirtschaftsWoche erzählt.

Außerdem wolle Hermes 2018 in der Hauptsaison um Weihnachten einen Preiszuschlag für Pakete einführen, wie Rausch ebenso der WirtschaftsWoche erzählte. Details zu Zeitraum und Höhe nannte er jedoch noch nicht, sie sollen demnach auf Grundlage der Zahlen von 2017 festgelegt werden.

Damit will der Lieferdienst die Preise an die immer weiter wachsende Nachfrage anpassen: „Wir beobachten die Verbreitung einer gefährlichen Null-Versandkostenmentalität“, sagte Rausch. „Der Preis, den der Handel bereit ist für ein Paket zu zahlen, ist schlichtweg nicht auskömmlich.“

Bild: Getty / Justin Sullivan 

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