Hermes investiert und übernimmt Mehrheit von Liefery

Das Fankfurter Startup Liefery hat eine weitere Finanzierung erhalten. Der Same Day Delivery-Dienst rüstet sich gegen Amazon Fresh und Wettbewerber Tiramizoo.

Deutschlandweite Lieferungen innerhalb von 90 Minuten  – mit diesem Service hat der Same Day Delivery-Dienst Liefery erneut den Paketzusteller Hermes von sich überzeugen können. Nach der ersten Finanzierungsrunde 2015, als Hermes 28,5 Prozent der Anteile erhielt, habe das Unternehmen nun in einer weiteren Kapitalerhöhung die Mehrheit des Frankfurter Startups übernommen, wie der Paketzusteller bekannt gab. Die Höhe des Investments ist nicht öffentlich kommuniziert worden. Die Gründer Nils Fischer, Franz-Josef Miller und Jan Onnenberg sollen weiterhin an Liefery beteiligt sein und das Unternehmen weiterführen, heißt es.

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Im vergangenen Jahr hat Liefery weitere Büros in Berlin, München, Hamburg und im Ruhrgebiet eröffnet. Das frische Kapital wird nun laut Liefery in den Ausbau der Software gesteckt. Zudem sei die Expansion ins Ausland beabsichtigt. Nach eigenen Angaben stellt Liefery mit seinem derzeit 3.500 Kurieren monatlich rund 500.000 Sendungen zu und bedient diverse Einzelhändler, sowie Amazon, Zalando und Gravis.

„Wir konnten unseren Umsatz in 2016 mehr als verzehnfachen“, sagt Mitgründer Franz-Joseph Miller. Vor allem im Bereich der Lieferung von Lebensmitteln sehe Liefery großes Potenzial. Derzeit agiere das Startup in 60 Städten in Deutschland und Österreich. Bei der vorherigen Finanzierungsrunde im Juli 2015 hatte es angekündigt, bis Ende des Jahres in 100 Städten präsent sein zu wollen. 

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Erst in dieser Woche bekam auch Wettbewerber Tiramizoo eine Finanzierung vom Mineralölkonzernz Shell. Anders als Liefery arbeitet der Same Day Delivery-Dienst Tiramizoo bisher nicht mit Amazon zusammen und will verstärkt auf externe Kuriere setzen, so Mitgründer Michael Löhr gegenüber Gründerszene.

Liefery hingegen beschäftigt etwa zehn Prozent eigene Fahrer. Für die übrigen Lieferungen heuert es Kurierdienste oder selbstständige Fahrer an. Amazon sei kein klassischer Konkurrent, sagte Liefery-Gründer Nils Fischer Mitte vergangenen Jahres zu Gründerszene. Der Start von Amazon Fresh wird schon seit einiger Zeit in Deutschland erwartet und könnte den Liefer-Markt gehörig umkrempeln.

Bild: Liefery

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