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Nach Lilium-Testflug: Verkehrsexperte fordert, über Luftraum-Maut nachzudenken

Lilium

Erst vor wenigen Tagen gelang Lilium ein erfolgreicher Testflug mit einem Elektroflugzeug. Schon werden Bedenken geäußert – von einem einflussreichen Experten.

Erst wenige Tage ist her, dass das Münchner Startup Lilium Aviation viel Applaus bekam, auch aus der internationalen Presse. Der Anlass: Dem Unternehmen war es gelungen, erstmals mit einem Elektroflugzeug, das senkrecht starten und landen kann, einen Testflug zu absolvieren. Mehrere andere Anbieter tüfteln an ähnlichen Lösungen. Noch war das Flugzeug unbemannt, ein kommerzieller Einsatz liegt noch in der Ferne.

Trotzdem meldet sich nun einer der bekanntesten deutschen Verkehrsexperten mit Bedenken zu Wort: Ferdinand Dudenhöffer, Professor an der Uni Duisburg-Essen, fordert Regeln für Luft-Taxen. „Die Frage wäre dann zum Beispiel: Wer darf wann fliegen? Denn auch der Luftraum hat seine Kapazitätsgrenzen“, sagte Dudenhöffer gegenüber Focus Online. Bis zum Start müsse geklärt werden, wem der Luftraum eigentlich gehöre. „Gehört er dem Staat, müsste man über eine Maut im Himmel nachdenken.“

Vor dem Hintergrund, dass es bislang gerade einmal erste Tests gab, mutet der Vorschlag absurd an. Und er ist Wasser auf die Mühlen jener Kritiker, die Deutschland eine generelle Technikfeindlichkeit unterstellen. So äußerte sich auch DHDL-Investor Frank Thelen, der an dem Münchner Startup beteiligt ist, zu Dudenhöffers Vorstoß. Er teilte die Meldung mit den Worten: „No joke.“


Bild: Lilium

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