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Was Mobilitäts-Apps können und woran sie noch immer scheitern

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Moovel, Qixxit, Ally oder Google Maps? Die Liste an Apps zur kompletten Routenplanung ist lang. Ein Test schlüsselt die Unterschiede auf und zeigt, woran es hapert.

Irgendein Weg von A nach B findet sich meistens – fragt sich nur, wie lange die Reise dauert und zu welchem Preis. Eine Vielzahl an Mobilitäts-Apps sind uns bei der Navigation durch den Stadtdschungel oder bei der Organisation längerer Trips behilflich. Doch nicht jede App hält, was sie verspricht. Das hat nun eine Untersuchung der Stiftung Warentest gezeigt.

Warentest hat dafür die Angebote von Qixxit, Moovel, Ally und FromAtoB getestet. Dabei handelt es sich um sogenannte Meta-Apps, die unterschiedliche Mobilitäts-Angebote wie Bahn- und Fernbusverbindungen, Carsharing-Angebote oder Taxi-Fahrten bündeln. Die Apps können zur Planung der Route und teilweise auch gleich zur Bezahlung der Fahrten genutzt werden.

Häufigstes Problem der Apps: unsinnige oder gar keine Verbindungsvorschläge. Beim Testlauf habe Moovel beispielsweise auf der Strecke von Berlin nach Hannover eine Taxiverbindung für 429 Euro vorgeschlagen, so Warentest. Dennoch fällt das Ergebnis für die Daimler-Tochter Moovel vergleichsweise gut aus: Da Bahn- und Nahverkehrstickets sowie Car2go- und Mytaxi-Verbindungen in der App gebucht werden können und die meisten Anbindungsvorschläge sinnvoll seien, beurteilt Stiftung Warentest die App als „teilweise hilfreich“.

Die Einschränkung „teilweise“ wird damit begründet, dass die Android-App oft abstürze und im Fernverkehr keine Alternativen zur Bahn angezeigt werden – etwa eine Fernbusverbindung. Dabei kann besonders Qixxit punkten. Letztlich geht die App auch als Testsieger hervor. Anders als bei den Wettbewerbern können bei Quixxit zudem Suchanfragen gespeichert werden.

Nicht so gut kommen Ally und FromAtoB weg. Hauptkritikpunkt: zu wenig passende Verbindungen. Ebenfalls unter die Lupe genommen haben die Tester Google Maps, das lediglich Strecken anzeigt, aber keine Bezahloption für Tickets bietet. Nicht ganz einleuchtend – denn die wichtigsten Wettbewerber Citymapper und Moovit, die ähnliche Dienste anbieten, bleiben beim Test außen vor.

Ginge es lediglich darum, ÖPNV-Verbindungen herauszusuchen und Strecken zu planen, gibt es eine Vielzahl an Alternativen. Allein in Berlin stehen sechs Apps zur Verfügung. In einem Test von Vergleich.org ging Ende letzten Jahres die App VBB als Sieger hervor  – noch zwei Plätze vor Google Maps. Zu den wichtigsten Kriterien zählten Bedienbarkeit und Qualität der Routen. Aus dem Test ging hervor, dass den Apps zwar die gleichen Verbindungsdaten vorliegen, sie allerdings unterschiedlich verarbeitet werden. Die offizielle App der Berliner Verkehrsbetriebe schnitt dabei gegenüber anderen Angeboten deutlich schlechter ab.

Bild: Getty Images /DANIEL SORABJI

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