News der Nacht: Toyota hat sich verspekuliert

Die Japaner haben wohl den E-Trend verpasst, Softbank hat ein eher laues Angebot für Uber-Aktien vorgelegt und Waymo erreicht einen Meilenstein.

Die Top-Themen

Toyota wird nach Meinung einiger Experten wegen falscher strategischer Entscheidungen in Zukunft gehörige Probleme bekommen. Hintergrund: Das japanische Unternehmen hat stark auf Brennstoffzellenmodelle gesetzt, aber in vielen wichtigen Märkten entwickeln sich Elektroautos zu den wichtigeren alternativen Antrieben. Eines der Flaggschiffe der Japaner, der Mirai (auf unserem Aufmacherbild zu sehen), hat in drei Jahren weniger als 5.000 Einheiten verkauft – Nissans Elektromodell Leaf liegt in der gleichen Zeit bei 300.000 Stück. Besonders China dürfte Toyota Kopfschmerzen bereiten: Dort sind im vergangenen Jahr 215.000 Ladestationen für E-Autos aufgestellt worden – landesweit gibt es für Wasserstoffautos gerade einmal fünf Tankstellen. [Mehr bei Automotive News]

Unsere besondere Story heute handelt von der App Drivo, die per Smartphone das Fahrverhalten verfolgt. Damit sollen zum Beispiel Carsharing-Nutzer erzogen und Flotten besser gemanagt werden können. [Mehr später bei NGIN Mobility]

 

Und sonst?

SoftBank hat für Uber-Aktien ein Angebot vorgelegt, das fast ein Drittel unter der bisherigen Marktbewertung liegt. Laut TechCrunch seien 32,96 Dollar pro Aktie vorgeschlagen worden, was rund 50 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung entspräche. Diese lag bei der letzten Privatbewertung noch um die 70 Milliarden Dollar. [Mehr bei TechCrunch]

Ionity will europaweit ein Netz von 400 Schnelllade-Tankstellen für E-Autos aufbauen. Der Zusammenschluss von BMW, Ford, Daimler und VW startet mit 20 Stationen in Deutschland, Norwegen und Österreich. [Mehr bei Roadshow]

Navdy bereitet sich auf ein Ende des Geschäftsbetriebs vor. Das Startup, das auf die Frontscheibe projizierte Displays angeboten hat, hat die Liquidation eingeleitet. [Mehr bei TechCrunch]

Waymo hat bei Fahrversuchen für selbstfahrende Autos die Grenze von vier Millionen Testmeilen (rund 6,4 Millionen Kilometern) überschritten. Die Flotte der Google-Mutter Alphabet hat allein im letzten halben Jahr mehr als eine Million Meilen zurückgelegt. [Mehr bei Engadget]

Das MIT und Harvard haben einen neuen „weichen Roboter“ entwickelt, dessen Greifarme bis zum tausendfachen des eigenen Gewichts heben können. Gestärkt werden dessen Arme durch kleine Bauteile im Origami-Stil aus dem 3D-Drucker. [Mehr bei Wired]

 

Und am meisten interessiert hat euch gestern bei uns ein Bericht zu Ioki, einer neuen Marke der Deutschen Bahn. Damit sollen neue Mobilitätsangebote auf die Straße gebracht werden. In Frankfurt am Main können Mitarbeiter ab dieser Woche einen Shuttle auf Abruf testen. Noch in diesem Jahr soll der Service in Rheinland-Pfalz regulär starten. [Mehr bei NGIN Mobility]

Foto: Michael Setlak/Wikimedia

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