Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Ein Wunderkind will den Gebrauchtwagenmarkt umkrempeln

Mit 17 Jahren bricht Tyle sein Studium ab, beendet es später aber – seinen Eltern zuliebe

Mit 15 Jahren fing er in Harvard an – und baute danach zwei Unternehmen auf. Jetzt will Sujay Tyle von Deutschland aus den weltweiten Handel mit Gebrauchtwagen aufmischen. Wie soll das funktionieren?


Er kam gerade so an den Labortisch ran, erinnert sich sein Vater. Mit etwa sieben Jahren mixte und tüftelte Sujay Tyle wie ein kleiner Wissenschaftler, während andere Kinder auf der Straße spielten. Sein Traum: einen alternativen Brennstoff finden.
Seine Jugend verging wie im Zeitraffer: Mit 15 Jahren nahm ihn die Elite-Uni Harvard an. Aber kurze Zeit später schmiss er das Studium erst einmal wieder. Weil ihm Tech-Investor Peter Thiel 100.000 Dollar überwies, damit er sein eigenes Projekt starten konnte. Mit diesem Geld wollte Tyle, noch nicht einmal 20 Jahre alt, seinen Kindheitstraum vom Bio-Benzin endlich verwirklichen.

Diese wenigen Ausschnitte aus dem Leben von Sujay Tyle reichen aus, um zu erkennen, dass es sich bei ihm um eine Ausnahmebegabung handelt. Auch wenn aus dem Brennstoff bislang noch nichts geworden ist. Dafür hat die Startup-Szene den Sohn indischer Einwanderer absorbiert: Seit seinem Studienabbruch kamen zwei neue berufliche Stationen hinzu. Er baute die Gaming-Plattform Scopely und das Recruiting-Startup Hired mit auf. Als Mitarbeiter der ersten Stunde und als Gründer. Und jetzt mit Mitte 20? Ohne viel Aufsehen arbeitet Sujay Tyle in Berlin an seinem nächsten großen Plan.

Mehr Sicherheit beim Autoverkauf

Draußen vor dem Gebäude drängen sich Hauptstadt-Touristen, im Hinterhaus, versteckt zwischen Wohnungen und einer Kindertagesstätte sitzt die Frontier Car Group. An den Wänden hängen Karten verschiedener Länder. Seit dem Frühjahr 2016 arbeitet das Team um Tyle an seinem neuen Auto-Startup, bislang haben das erst wenige Insider registriert. Der junge Gründer, über den es Forbes-Artikel und Video-Dokumentationen gibt, bleibt erst einmal im Hintergrund.

Die Frontier Car Group verkauft gebrauchte Autos – in Ländern wie Mexiko, Pakistan, Nigeria, der Türkei oder Indonesien. Die Leute bringen ihr Auto zu einer Filiale des Startups, lassen es begutachten und erhalten ein Angebot. Die Frontier Car Group verkauft das Fahrzeug dann an einen Autohändler weiter und behält eine Handelsmarge. „In vielen Ländern ist es umständlich oder sogar gefährlich, sein Auto zu verkaufen“, sagt Tyle. Beispielsweise, wenn ein Autohändler mit viel Bargeld beim Verkäufer vorbeikommt.

Folge NGIN Mobility auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain