Dieser fahrende Kühlschrank bringt nun die Post

Er soll Postboten schwere Pakete abnehmen und selbstständig fahren: Mit dem PostBot testet die Deutsche Post erstmals einen elektronischen Lastträger im Außendienst.

In der Smart City Bad Hersfeld in Hessen hilft in den kommenden Wochen ein Zustellroboter beim Austragen der Pakete. Laut Aussagen der Deutschen Post soll der PostBot die menschlichen Postboten nicht ersetzen, sondern unterstützen.

Wie die Deutsche Post in einer Pressemitteilung verkündet, wurde der etwas klotzig aussehende PostBot nach Vorbild eines Transportroboters aus Frankreich entwickelt. Er folgt, elektrisch angetrieben, den Boten auf ihren Touren und nimmt ihnen dabei alle schweren Lasten ab.

Jürgen Gerdes von der Deutsche Post DHL Group sagte dazu: „Unsere Zustellerinnen und Zusteller erbringen jeden Tag Höchstleistungen. Deshalb arbeiten wir permanent an Lösungen, die unsere Mitarbeiter auch bis ins hohe Alter bei der körperlich schweren Arbeit entlasten können.“

Der PostBot kann mit bis zu 150 Kilogramm belastet werden und verfügt über ein ausgeklügeltes System aus Sensoren, das ihm dabei hilft, den menschlichen Post-Mitarbeitern auf Schritt und Tritt zu folgen. Zunächst erfolgt ein erster Testeinsatz in zwei Zustellbezirken über einen Zeitraum von sechs Wochen.

Angaben der Post zufolge ist der Roboter für alle Witterungsverhältnisse geeignet und kann Hindernissen selbstständig ausweichen. Ob der Zustellautomat auch mit Kopfsteinpflaster, Schotter und hohen Kantsteinen zurechtkommt, geht aus der Meldung nicht hervor.

Folge NGIN Mobility auf Facebook!

Die Stadt Bad Hersfeld unterstützt den Test und setzt einen der Bots sogar selbst ein. Er unterstützt einen Stadtmitarbeiter bei der Auslieferung der Post innerhalb der Stadtverwaltung. Es ist nicht der erste Test von Lieferrobotern in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr testete Hermes kleine, autonom fahrende Lieferdrohnen in Hamburg und Düsseldorf.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Wired.de.

Bild: Deutsche Post DHL Group / Bernd Georg

Folge NGIN Mobility auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain