Renault-Nissan legt 200-Millionen-Fonds für Startups auf

Der nächste große Autobauer macht Geld für die Startup-Szene locker. Renault-Nissan setzt einen neuen Investment-Fund auf – und macht damit BMW Konkurrenz.

Die Mobilitätswelt ist im Umbruch, neue Ideen sind gefragt. Um mit den schnellen Entwicklungen Schritt zu halten, will Renault-Nissan-Mitsubishi jetzt massiv Startups fördern. Die Allianz aus den drei Autoherstellern setzt einen neuen Mobility-Tech-Fund mit 200 Millionen Dollar auf, meldet die Nachrichtenagentur Reuters auf Berufung mehrerer Quellen. Der neue Investment-Arm soll schnellere Übernahmen ermöglichen, heißt es weiter.

Der neue Wagniskapitalgeber werde offiziell auf der Consumer Electronics Show (CES) nächste Woche in Las Vegas vorgestellt. Renault werfe 40 Prozent des Geldes in den Topf, weitere 40 soll Nissan geben, 20 Prozent kommen von Mitsubishi. Ein Sprecher von Renault-Nissan die Nachricht bisher nicht kommentieren.

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Die etablierten Autokonzerne geraten durch den Mobilitätswandel zunehmend unter Druck. Der Besitz des eigenen Pkw verliert zunehmend an Bedeutung, Carsharing- und Shuttle-Dienste treten an dessen Stelle. Um den Anschluss nicht zu verpassen, setzen viele Autohersteller einen eigenen Accelerator oder Inkubatoren auf. BMW hat beispielsweise 2016 seinen Beteiligungsarm iVentures im Silicon Valley mit einem Wagniskapital von 500 Millionen Dollar ausgestattet. Zu den Beteiligungen gehören unter anderem das Flottenmanagement von Ride Cell und neuerdings auch das deutsche Werkstatt-Startup Caroobi.

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Die französisch-japanische Allianz aus Renault-Nissan-Mitsubishi will bis 2022 durch Synergien 10 Milliarden Euro einsparen. Geplant sind außerdem 12 neue elektrische Fahrzeugmodelle, die bis 2022 auf den Markt kommen sollen. Durch den neuen Fonds lassen sich wohl künftig auch die Eigentumsfragen bei anstehenden Akquisitionen vermeiden.

Der Fond soll laut Reuters als Joint-Venture in den Niederlanden registriert werden, als Chef wird Ex-Banker Francois Dossa gehandelt. In welche Startups das Geld fließen könnte, ist noch nicht bekannt.

Foto: Getty Images Europe

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