Der Robocop kommt – Ford patentiert das selbstfahrende Polizeiauto

Wenn der Robocop den Strafzettel in Echtzeit schreibt: Ford will sich ein selbstfahrendes Polizeiauto patentieren lassen, dem nichts entgeht.

Der Polizist Alex Murphy stirbt im Film bei einem Polizeieinsatz und kehrt als unbestechlicher Robocop wieder. Ein Vorgeschmack auf Staatsgewalt in Zeiten künstlicher Intelligenz? Die Vision ist näher als gedacht. Denn der Autohersteller Ford hat das selbstfahrende Polizeiauto zum Patent angemeldet. Das berichtet die US-Nachrichtenseite Cnet.

Strafzettel kommt in Echtzeit

Danach hat der Konzern eine bei der zuständigen US-Behörde eingereichte Patentschrift aus dem Jahr 2016 am 18. Januar aktualisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Eine Abbildung in der Patentschrift zeigt, wie ein autonomes Polizeiauto einem zivilen selbstfahrenden Auto folgt, das eine Vorschrift missachtet. Das Polizeiauto sendet drahtlos eine Nachricht an das vorausfahrende Fahrzeug, in der es auf den Verstoß hinweist. Dieses sendet eine Nachricht zurück, ob es im autonomen Modus fährt oder gesteuert wird, und übermittelt den digitalen Führerschein an das Polizeiauto, welches dann sofort eine Verwarnung ausspricht oder ein „Ticket“ sendet.

 

Ähnlich könnte mit Radarfallen oder Blitzampeln verfahren werden, wie eine andere Illlustration der Patentschrift veranschaulicht. Auch hier wird der Verstoß an das selbstfahrende Auto gemeldet, der Fahrer ermittelt und die Ordnungswidrigkeit abkassiert.

Anzeige
Wie realistisch das Patent ist, bleibt abzuwarten. Eigentlich sollten die Kameras selbstfahrender Autos Verkehrsschilder und Ampeln deuten können und die Fahrzeuge dementsprechend steuern, Verstöße dürften demnach gar nicht vorkommen.

Bislang ist ein Fall überliefert, in dem ein selbstfahrendes Auto des Internetkonzerns Google in eine Verkehrskontrolle geriet, weil es zu langsam fuhr.

Wie die BBC berichtet, wurden die Fahrzeuge inzwischen so programmiert, dass sie Regeln leicht überschreiten, damit sie sich dem umgebenden Verkehr besser anpassen.

Folge NGIN Mobility auf Facebook!

Ansatzweise hat sich auch der Gesetzgeber in Deutschland mit dem autonomen Fahren befasst. Schuldfragen sollen laut Straßenverkehrsgesetz für das automatisierte Fahren mit einer Art Blackbox geklärt werden. Das Gerät zeichnet Daten der Fahrt auf. Damit lässt sich nach einem Unfall klären, ob Technik und damit Hersteller Schuld haben – oder der Fahrer.

Bild: Gettyimages 

Folge NGIN Mobility auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain