Am Frankfurter Flughafen helfen bald fahrerlose Shuttles aus

Die R+V Versicherung testet in den kommenden Monaten autonome Fahrzeuge am größten deutschen Flughafen. In den Markt der E-Busse kam zuletzt immer mehr Bewegung.

Am größten deutschen Flughafen werden in den kommenden Monaten fahrerlose Busse fahren. Die autonomen Shuttles sollen im Rahmen eines Forschungsprojektes der R+V Versicherung auf einer Straße auf dem Gelände des Flughafens Frankfurt/Main getestet werden. Die 1,5 Kilometer lange Strecke befindet sich an Tor 3, wo neben den Bussen auch Pkw, Flugzeugschlepper, Rettungsdienste oder Fracht- und Gepäcktransporten fahren.

Anzeige
R+V will mit dem Forschungsprojekt in Frankfurt Daten zum autonomen Fahren sammeln, um die Versicherungsrisiken in Zukunft auf Grundlage eigener Erhebungen besser bewerten zu können. Die Busse sollen auf verschiedenen Strecken getestet werden. Die letzte Teststrecke soll eine öffentliche Straße sein.

Es handelt sich bei den Bussen um Elektorfahrzeuge des französischen Herstellers Navya. Das Modell „Arma“ kann 45 km/h schnell fahren, am Fraport wird die Höchstgeschwindigkeit allerdings nur bei Tempo 20 liegen. Angetrieben wird der Kleinbus von einem 15-Kilowatt-Motor, der von einem Akku gespeist wird. Voll geladen kann das 4,75 Meter lange Fahrzeug bis zu neun Stunden fahren. Sinkt die Batterieleistung unter zehn Prozent, steuert es selbständig die Ladestation an. 
 

Navya baut seit 2014 elektrisch angetriebene Kleinbusse und gilt als europäisches Vorzeigeunternehmen im Bereich E-Mobility. Zuletzt kam immer mehr Bewegung in den Markt der autonomen Kleinbusse. Erst Anfang Oktober hat die e.Go, die Mobilitätsschmiede der RWTH Aachen, ein ähnliches Fahrzeug präsentiert, ab 2021 soll es auch autonom fahren. Auch auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg fuhr mit dem Kleinbus Olli zeitweise ein solches Gefährt, der Firma Local Motors (siehe Video).

Folge NGIN Mobility auf Facebook!

Ab dem kommenden Mittwoch wird auch im niederbayerischen Kurort Bad Birnbach ein elektrisch betriebener Minibus auf seine Alltagstauglichkeit hin getestet. Hier teilt der Bus namens Ioki sich die Straße zwar mit Autos und anderen Verkehrsteilnehmern. Es muss jedoch immer ein sogenannter Sicherheitsoperator mitfahren. Hersteller ist mit dem Unternehmen Easymile auch in diesem Fall ein französischer Anbieter.

Bild: R+V Versicherung

 

Folge NGIN Mobility auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain