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Sixt heizt Fusionsgerüchte um deutsche Carsharing-Dienste an

driveNow

Spekulationen über ein Bündnis zwischen DriveNow und Car2Go gibt es schon länger. Jetzt hat der Sixt-Chef indirekt Gespräche dazu bestätigt.

Die Anzeichen für eine Allianz der beiden deutschen Carsharing-Anbieter DriveNow und Car2Go verdichten sich: Sixt bestätigte indirekt, dass entsprechende Gespräche laufen, wie das Handelsblatt unter Berufung auf Nachrichtenagenturen berichtet. Demnach hat Vorstandschef Erich Sixt am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz eine Zusammenarbeit durchblicken lassen.

Zwar lehnte der Sixt-Chef am Donnerstag eine Stellungnahme ab, sagte aber, im Dezember von den angeblichen Gesprächen zwischen BMW und Daimler in der Zeitung gelesen zu haben. Damals sei Sixt nicht involviert gewesen. Weiter ergänzte er: Noch im März habe er die Beteiligung an den Gesprächen verneint. „Heute gibt es keinen Kommentar. Natürlich ist das etwas anderes als die letzte Aussage.“ Auf die Frage, warum sich die Verhandlungen so lange hinziehen, fügte er hinzu: „Das ist nicht unser Verschulden.“ Details wollte er nicht nennen. Ob er grundsätzlich einen Ausstieg aus DriveNow für möglich halte, ließ der Sixt-Chef ebenfalls offen.

2011 hatte Sixt gemeinsam mit dem Münchner Autobauer die Carsharing-Firma DriveNow gegründet, die beiden Unternehmen je zur Hälfte gehört. Als die ersten Gerüchte über eine mögliche Fusion auftraten, hatte der Sixt-Chef einen solchen Schritt als „unvernüftig” bezeichnetDas Daimler-Angebot „Car2Go macht nach unserem Kenntnisstand unvorstellbare Verluste“, sagte er damals – und verwies auf sein Vetorecht.

Car2Go hält sich bisher mit Kommentaren zu einer möglichen Fusion zurück. Car2Go-Chef Olivier Reppert sagte im März im Interview mit NGIN Mobility: „Ich glaube, es ist die Aufgabe der Journalisten, solche Gerüchte in die Welt zu setzen. Und es ist unsere Aufgabe, diese Gerüchte nicht zu kommentieren. Wir werden generell nichts dazu sagen.“

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Das Carsharing-Bündnis wäre nicht der erste Fall einer Kooperation zwischen Autokonzernen: Zusammen mit Daimler, Volkswagen und Ford will BMW außerdem ein Netzwerk von Schnellladestationen aufbauen. Auch den Kartendienst Here, der als unverzichtbar für das autonome Fahren gilt, kauften die Münchner zusammen mit Daimler und Audi. „Die Digitalisierung verlangt neue Allianzen“, kommentierte BMW-Chef Krüger. „Da hätte man vor zehn Jahren gesagt: Das passiert nie.“

Bild: Getty Images /  TOBIAS SCHWARZ

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