SoftBank investiert 460 Millionen Euro in Auto1

Auto1 aus Berlin bekommt erneut Geld – und wird jetzt mit 2,9 Milliarden Euro bewertet. Damit ist das Startup nun das zweitwertvollste Unicorn in Europa.

Das Berliner Startup Auto1 startet mit einem riesigen Investment in das neue Jahr. Das japanische Tech-Unternehmen SoftBank hat sich mit 460 Millionen Euro an der Gebrauchtwagenplattform beteiligt, berichtet die Financial Times. Es ist das bislang größte Investment aus dem 93-Milliarden-Fonds von SoftBank an einem deutschen Startup. Gerüchte über eine mögliche Beteiligung hatte es bereits im November vergangenen Jahres gegeben.

Update vom 17.01.2018: Nach dem Einstieg von SoftBank, das laut Financial Times nun 20 Prozent an Auto1 hält, bewerten die Gesellschafter das Unternehmen mit 2,9 Milliarden Euro. Die Nachfrage von Gründerszene bei Auto1, wie es zu der Diskrepanz zwischen Anteilen und Bewertung kommt, wollte die Unternehmenssprecherin nicht kommentieren. Lediglich die Bewertung könne seitens Auto1 bestätigt werden. 

Damit ist das Berliner Startup aus Investorensicht eines der wertvollsten Tech-Unicorns in Europa, das noch nicht börsennotiert ist. Nur die Musikstreamingplattform Spotify, die kürzlich ihren IPO angekündigt hat, ist aktuell mehr wert.

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Die beiden Gründer Hakan Koç und Christian Bertermann halten gemeinsam weiterhin 30 Prozent an ihrem 2012 gegründeten Unternehmen, das bisher knapp 900 Millionen Euro Funding von Investoren wie DN Capital, JP Morgan und Goldman Sachs erhalten hat. 

Erst im Frühjahr 2017 sammelte die Auto1 Group 360 Millionen Euro ein, unter anderem von dem VC Target Global und der schottischen Investmentgesellschaft Baillie Gifford. Auto1 wird bereits als möglicher Börsenkandidat angesehen, allerdings bestreiten die Gründer bislang entsprechende Gerüchte.

Das frische Kapital soll Auto1 nun bei dem Launch weiterer Produkte und Services helfen, heißt es in der Financial Times. Das bekannteste Angebot der Berliner ist die Gebrauchtwagenplattform Wirkaufendeinauto.de.

SoftBank hat sich zuletzt als Lead-Investor an der 250-Millionen-Runde von Slack beteiligt. Unter anderem gehört auch WeWork zu den Assets der Japaner.

Wie gut funktioniert das Angebot von Auto1? Wir haben es getestet:

Bild: Auto1; Hinweis: Der Artikel wurde nach der Veröffentlichung verlängert. Mitarbeit: Christina Kyriasoglou

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