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Mit dieser Strategie will Clevershuttle sich auf dem Sharing-Markt behaupten

Clevershuttle-Mitgründer Bruno Ginnuth vor einem Toyota Mirai

Jüngst hat der Berliner Taxi-Sharing-Dienst frisches Geld bekommen – vom Medienkonzern Madsack. Mitgründer Bruno Ginnuth verrät im Interview, was dahinter steckt.

Mit Daimler und der Deutschen Bahn hat Clevershuttle zwei mächtige Partner an seiner Seite. Beide Unternehmen haben im vergangenen Jahr Millionen in das Ridesharing-Startup investiert. Diese Woche hat sich außerdem die Madsack Mediengruppe an der Leipziger Tochter, der CleverShuttle Leipzig GmbH, beteiligt. Die Höhe des Investments wollen die Gründer auf Nachfrage von NGIN Mobility allerdings nicht verraten. Nur so viel: Es handle sich um „einen der bisher größten Deals“, den das im Jahr 2014 gegründete Startup abgeschlossen habe.

Clevershuttle kombiniert das Taxi-Prinzip mit dem einer Fahrgemeinschaft: Fahrgäste mit einer ähnlichen Route teilen sich ein Fahrzeug, dadurch soll die Fahrt für sie günstiger werden. Dabei setzt das Startup nach eigener Aussage nur E-Autos ein. Derzeit führen die Fahrer laut Firmenangaben knapp 4.000 Fahrten monatlich in Berlin durch. Auch in München und Leipzig – und ab heute in Hamburg – ist die Flotte unterwegs.

Warum das Berliner Startup jetzt auf regionale Partnerschaften setzt wie sich Clevershuttle auf dem Sharing-Markt behaupten will, verrät Mitgründer Bruno Ginnuth im Interview. 

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Welche Strategie verfolgt Ihr mit dem Madsack-Investment, Bruno?

Durch Partnerschaften, wie wir sie gerade mit der Madsack Mediengruppe beziehungsweise der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft und einer unserer Tochtergesellschaften, der CleverShuttle Leipzig GmbH, eingegangen sind, wollen wir unser Wachstum noch weiter vorantreiben. Derzeit wachsen wir monatlich um 20 Prozent. Wenn wir stärker skalieren wollen, also mehrere 10.000 Menschen pro Standort und Monat befördern wollen, geht das besser über lokale Partner in den jeweiligen Städten, die den Fokus auf das operative Geschäft legen, lokal investieren und ihr Knowhow und Netzwerk einbringen.

Wie genau soll eine solche Zusammenarbeit mit Partnern aussehen?

Mittelfristig streben wir ein Franchise-System an: Wir wollen unsere Software und Smartphone-App anderen Unternehmen mit Sitz in den jeweiligen Städten und Regionen zur Verfügung stellen. Diese können dann vor Ort eigenständig einen dynamischen Shuttleservice nach dem Vorbild von CleverShuttle betreiben. Aber das ist nur eines von zwei unserer neuen Geschäftsmodelle.

Was plant Ihr darüber hinaus?

Als zweiter Geschäftszweig bieten wir Verkehrsunternehmen die Möglichkeit ihr Geschäft um On-Demand-RideSharing zu ergänzen und unseren Shuttle-Service in ihre eigene Plattform integrieren. In diesem Fall stellen wir unsere App als Whitelabel-Lösung zur Verfügung. Mittelfristig wollen wir außerdem kleine Busse in unsere Flotte integrieren, in denen mehr Menschen Platz finden als im Pkw – bisher gibt es aber noch keinen reichweitenstarken und geeigneten E-Bus auf dem Markt.

Am heutigen Freitag habt Ihr außerdem eine Kooperation mit H2 Mobility verbündet, einem Konsortium aus Unternehmen wie Daimler und Total, das den Ausbau von Wasserstofftankstellen fördert. Was verbirgt sich dahinter?   

In Hamburg zählen seit heute emissionsarme Wasserstofffahrzeuge zu unserer CleverShuttle-Flotte. Der Toyota Mirai tankt Wasserstoff und H2Mobility fördert den von uns getankten Wasserstoff.

Bild: Clevershuttle

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