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Bekommt Deutschland die neue Tesla-Fabrik?

Teslas zweite Gigafabrik für Batterien könnte in Deutschland gebaut werden: Das Unternehmen hat bei Wirtschaftsminister Gabriel wegen Subventionen angeklopft.

An der ersten Gigafactory von Tesla wird noch gebaut, da plant Elon Musk mit Produktionspartner Panasonic schon die zweite Ausgabe. Wie Bloomberg berichtet, hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei einem Besuch des Mercedes-Benz-Werks in Rastatt bekanntgegeben, sich in Gesprächen mit Tesla zu befinden. Laut Gabriel  ist das US-Unternehmen auf der Suche nach Subventionen für Bau und Betrieb einer Gigafabrik. Tesla Deutschland wollte die Pläne nicht kommentieren.

In den USA ist die weltgrößte Produktionsstätte für Lithium-Ionen-Akkus fast fertiggestellt. Die Fabrik mit einer Größe von einer Million Quadratmeter soll ab 2020 bis zu 500.000 Elektroautos jährlich mit Batteriesystemen versorgen. Der Gesamtausstoß der Fabrik soll bei 35 Gigawattstunden liegen. Offensichtlich reicht aber selbst diese Herstellungsleistung nicht für das aus, was Musk in den nächsten Jahren noch vorhat. Neben den Batteriepacks für Fahrzeuge will Tesla auch Akkuspeicher für Häuser und Wohnungen herstellen. Diese Speicher sammeln den Strom von Häusern mit Solaranlagen für eine später Nutzung, zum Beispiel um ein Elektroauto zu laden.

Die Kosten für die Fabrik in der Nähe von Reno im US-Bundesstaat Neveda liegen bei vier bis fünf Milliarden Euro. Zwei Milliarden stammen von Tesla, der Rest von Panasonic und der Regierung von Nevada. Nun sondiert Tesla offenbar auch hierzulande in den höchsten politischen Kreisen, ob Interesse an einer Förderung der nächsten Gigafabrik besteht.

Tesla ist nicht der einzige Hersteller, der das Thema im Blick hat. Auch Daimler investiert große Summen in neue Akku-Fabriken. Der schon existierende Standort in Kamenz soll mit weiteren 100 Millionen Euro ausgebaut werden. Ähnlich wie Tesla plant auch Daimler den Einsatz von Energiespeichern für Wohnungen und Häuser. Die Daimler-Tochter Accumotive hatte in diesem Sommer ein System vorgestellt, dass in Zusammenarbeit mit dem Stromversorger EnBW für Privathaushalte angeboten werden soll.

Bild: Tesla

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