Grohmann-Chef verlässt Tesla-Tochter

Im November hatte Tesla den deutschen Maschinenbauer Grohmann übernommen. Nun verlässt der Firmengründer Tesla. Der Grund: unliebsame Kunden.

Als Tesla den deutschen Anlagenbauer Grohmann im November vergangenen Jahres übernahm, wollte man noch gemeinsam die „fortschrittlichsten Fabriken der Welt bauen“. Firmengründer Klaus Grohmann wechselte als Manager zu Tesla. Doch die Zusammenarbeit war nur von kurzer Dauer. Medienberichten zufolge hat Grohmann Tesla wieder verlassen.

Grohmann: „Sicher nicht gegangen, weil ich keine Lust mehr habe“

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Zwischen ihm und Elon Musk soll es zum Streit über die Ausrichtung des Unternehmens gekommen sein. So habe Musk darauf bestanden, die deutschen Tesla-Konkurrenten Daimler, BMW und Bosch nicht länger zu beliefern, die bisher zu Grohmanns Kundenstamm gehörten. Vielmehr sollte sich der Anlagenbauer aus dem rhein­land-pfäl­zischen Pruem komplett auf die Produktion für Tesla konzentrieren.

Währenddessen lobte ein Tesla-Sprecher den geschassten Firmengründer gegenüber Reuters: Grohmann habe ein „unglaubliches Unternehmen“ aufgebaut. Er habe sich mit dem Verkauf seiner Firma ohnehin auf „seinen Ruhestand vorbereiten und das Unternehmen in gute Hände abgeben“ wollen. Dem widersprach der Deutsche vehement: „Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich keine Lust mehr habe“, zitiert Reuters den 75-jährigen Unternehmer.

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Auch mit den Mitarbeitern des Anlagenbauers hat Elon Musk derzeit einige Meinungsverschiedenheiten. So fordert die IG Metall einen Tarifvertrag von Tesla und drohte vor wenigen Tagen mit Streiks. Für den E-Pionier aus dem Valley ist das sicher eine ungewohnte Erfahrung.

Bild: Getty / Scott Olson

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