Cabrios und Leichenwagen: Das sind die besten Tesla-Umbauten

Einigen E-Auto-Fans reicht es offenbar nicht, „nur" elektrisch zu fahren. Sie haben einen Tesla nach ihrem eigenen Gusto umgebaut. Für ganz unterschiedliche Zwecke.

Roadster, Model S und Model X. Mit diesen drei Modellen hat der E-Autobauer aus dem Silicon Valley den Markt mit elektrischen Fahrzeugen auf dem Kopf gestellt. Für die kommenden Jahre sind weitere geplant: In 2018 soll die Auslieferung des ersten massentauglichen Tesla beginnen, dem Model 3. Auch einen SUV (Model Y) und der Semi Truck sind angekündigt.

Anzeige
Doch einigen Tesla-Fans ist das offenbar nicht genug. Sie wollen mehr Platz im Fahrzeug, einen anderen Antrieb oder ein schickes Cabriolet. Weil die Modellpalette das nicht hergibt, legten einige Tüftler und Autospezialisten kurzerhand selbst Hand an – und haben einen Tesla S nach ihren eigenen Vorstellungen umgebaut – mit ganz unterschiedlichen Anforderungen. Ein Überblick.

Stilvolle Bestattung

Geräuschlos zur letzten Ruhestätte. Das hatte wohl ein schwäbischer Karosseriebauer im Sinn, als er das Elektroauto Tesla Model S in einen Leichenwagen umwandelte. Dafür bekam er sogar den Segen des Herstellers. Damit ein Sarg hineinpasst, hat Binz den Wagen in der Mitte durchgeschnitten, ein Zwischenstück eingesetzt und das Heck umgebaut: Wo normalerweise die Sitze waren, gibt es jetzt einen elektrischen Sargauszug. Unter der Frontlade ist zusätzlich Platz für Dokumente und Blumengestecke. Einen Haken hat das emissionsarme Gefährt allerdings: Die Grabstätte darf nicht mehr als 350 Kilometer weit entfernt sein, dann geht dem Wagen die Batterie aus.

Für Tierfreunde

Weil er mehr Platz für seinen Hund haben wollte, hat ein britischer Unternehmer seinen Tesla Model S zu einem Kombi umbauen lassen. Das Heck des Fahrzeuges sei normalerweise zu niedrig für seinen vierbeinigen Freund, heißt es. Umgebaut wurde das Auto von der kleinen Firma Qwest im der südostenglischen Grafschaft Norfolk. Das Besondere: Das Heck des Wagens ist jetzt aus Kohlenstofffasern (Karbon) gefertigt, das soll Stabilität und Haltbarkeit gewährleisten. Vor wenigen Wochen wurde der Wagen via Twitter der Öffentlichkeit präsentiert.

Der individuelle Umbau hat allerdings seinen Preis. Die Kosten belaufen sich laut Autocar auf etwa 78.000 Euro – den Preis des Fahrzeugs selbst nicht einberechnet.

Mehr Reichweite

Bei diesem Projekt ging es nicht um mehr Platz. Sondern um mehr Reichweite. Dafür hat ein niederländischer Gasespezialist einen Tesla S mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet. Anstatt Strom laden zu müssen, fährt das E-Auto jetzt mit Wasserstoff. Damit der Tesla auch mit Brennstoffzelle funktioniert, sei die Software umprogrammiert worden, heißt es. Bis zu 1.000 Kilometer schafft der von der Holthausen Gruppe entwickelte „Hesla“ nach Angabe des Unternehmens, bevor er wieder eine Zapfsäule anfahren muss. Damit fährt das Brennstoffzellen-Modell mit einer Energieladung fast doppelt so weit wieder das seriengefertigte Model S mit Batterie und E-Motor.

Anzeige
Die höhere Reichweite müssen potenzielle Kunden allerdings teuer bezahlen. Bis zu 70.000 Euro kostet der Umbau. Und auch hier kommen die Kosten für die Telsa-Limousine noch obendrauf. Tatsächlich steckt hinter der Idee wohl eine clevere Marketingstrategie des Unternehmens, das derzeit eine Wasserstoffinfrastruktur aufbaut.

Im Sommer oben ohne

Für Sommerfans: das Model S als Cabrio.

Bevor Elon Musk in diesem November die Neuauflage des Roadster verkündete, haben einige Kunden scheinbar einen Cabriolet in der Modellpallette des E-Autobauers vermisst. Eine auf Cabrio-Umbauten spezialisierte Firma aus Kalifornien hat deshalb im Jahr 2014 dem Model S das Dach abgeschnitten. Der Auftrag kam von einem zahlungskräftigen chinesischen Investor, der zu Beginn 100 Stück bestellte. Mittlerweile sollen tausende davon weltweit ausgeliefert worden sein. Das Faltdach kostet nach Angaben des Karosseriebauers rund 21.000 Euro, eine Hardtop-Variante 41.000 Euro. Seit diesem Jahr widmet sich der Karosseriespezialist einem weiteren Sonderwunsch: Aus dem viertürigen Model S wird nicht „bloß“ ein Cabriolet, sondern auch ein Zweitürer.

Folge NGIN Mobility auf Facebook!

Es bleibt abzuwarten, ob das Model 3 eine ähnliche Kreativität bei seinen Fans freisetzt – oder Elon Musk gar die ein oder andere Idee aufgreift und zur Serienreife bringt.

Bilder: Binz, Newportconvertible

Folge NGIN Mobility auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain