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Für Tesla geht es jetzt um alles oder nichts

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Wenn Musk patzt, braucht Tesla frisches Geld

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Die Erwartungen an Teslas ersten Mittelklassestromer sind gigantisch. Das Model 3 soll weit mehr Menschen erreichen als das Model S oder das Model X, die beide für das Luxussegment gedacht sind. Elon Musk hat mit seinen stylischen Autos den Markt aufgewirbelt, aber nun geht es um mehr: darum, die E-Mobilität massentauglich zu machen. Nicht nur länger Pionier sein und edle Autos verkaufen – sondern zusätzlich auch Millionen davon.

„Noch sind die Probleme beim Produktionsanlauf nicht alarmierend, das kann man in den Griff bekommen“, sagt Autoexperte Bratzel. „Doch bis zum Ende des Jahres muss Musk die Schwierigkeiten in den Griff bekommen. Sonst braucht das Unternehmen frisches Geld.“

Tesla ist damit am kritischsten Punkt der Firmengeschichte angelangt. Wird das Model 3 ein Erfolg, dürfte Musks Autobauer in den kommenden Jahren zu den Technologieführern der Branche zählen. Misslingt das Projekt, droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Denn viele andere Unternehmen setzen ebenfalls auf batteriebetriebene Autos.

GM und Ford geben sich nicht geschlagen

In dieser Woche kündigte General Motors an, sein Angebot deutlich auszubauen. „Wir glauben an die vollelektrische Zukunft“, sagte der Mark Reuss, Nordamerika-Chef und zuständig für die Produktentwicklung. Zwei neue Stromer, die auf GMs aktuellem E-Auto Chevrolet Bolt EV aufbauen, sollen in den nächsten 18 Monaten präsentiert werden. Es handele sich dabei aber nur um die ersten von mindestens 20 neuen E-Modellen, die der Hersteller bis 2023 auf den Markt bringen wolle, sagte Reuss.

Ford, die Nummer zwei auf dem US-Automarkt, gab ebenfalls bekannt, die Bemühungen in Sachen E-Mobilität zu verstärken. Das Unternehmen hat in Detroit das „Team Edison“ aufgestellt, das sich in den nächsten Jahren um Investitionen in E-Autos kümmern und Partnerschaften mit Zulieferern und anderen Firmen in diesem Bereich erkunden soll.

Tesla begann im Juli mit der Fertigung seines Model 3. Anfang August zeigte sich das Unternehmen noch zuversichtlich, die Zahl von 1500 Fahrzeugen zu erreichen. Nun gab es aber Probleme in zwei Fabriken. Tesla teilte mit, es habe länger als erwartet gedauert, die Systeme in den Werken Fremont und Reno hochzufahren. Insgesamt wurden im dritten Quartal mit 26.150 Fahrzeugen 4,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum ausgeliefert. Darunter waren 14.065 Autos des Model S und 11.865 des Typs Model X. Damit ist man GM und Ford einen großen Schritt voraus. Noch zumindest.

Bild: Getty Images / Scott Olson / Staff

 

Dieser Artikel erschien zuerst auf Welt.de.

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