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Uber-Konkurrent Lyft will fahrerlose Taxis testen

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Der Uber-Konkurrent Lyft plant zusammen mit General Motors, noch in diesem Jahr die ersten fahrerlosen Taxis in den USA einzusetzen.

Der US-Taxidienst Lyft überrascht die Branche mit einer unerwarteten Ankündigung. Zusammen mit dem Automobilkonzern General Motors will das Unternehmen bis zum Ende dieses Jahres mehrere fahrerlose Taxis in den Regelbetrieb aufnehmen.

Kunden des Unternehmens können dann über die Lyft-App entscheiden, ob sie sich von einem Wagen mit oder ohne Fahrer abholen lassen wollen. Eingesetzt wird das Elektroauto Chevrolet Bolt. In welcher Stadt der erste groß angelegte Feldversuch gestartet wird, will Lyft im Sommer mitteilen.

Ein erster Einsatz von fahrerlosen Autos im regulären Taxidienst wirkte vor der Ankündigung von Lyft nicht vor 2018 realistisch. Der Grund: Die Technik schien bisher nicht weit genug zu sein.

General Motors hatte jedoch vor einigen Monaten das kleine Startup Cruise Automation aus San Francisco für eine Milliarde Dollar gekauft. Branchenkenner wunderten sich damals über die extrem hohe Summe für ein mit knapp 40 Millionen Dollar bewertetes Unternehmen.

Nach dem Kauf sickerte durch: Cruise Automation sei ein Durchbruch auf Software-Basis für das autonome Fahren gelungen. Aus Kreisen der Zulieferer war zu hören, General Motors sei mit dem Kauf des Startups ein Befreiungsschlag gelungen, der das Unternehmen auf ein Level mit den führenden deutschen Herstellern bringen würde.

Der Automobilkonzern hat in den letzten 18 Monaten eine aggressive Expansionsstrategie gezeigt. Neben den Kauf von Cruise Automation investierte das Unternehmen auch rund 500 Millionen Dollar in den Taxidienst Lyft. Zum einen soll der Uber-Konkurrent mit Elektro-Fahrzeugen von General Motors ausgestattet werden. Zum anderen verspricht sich der US-Autohersteller durch die Kooperation mit Lyft, auf dem Markt der Car- und Ridesharing Dienste Fuss zu fassen.

Dass ausgerechnet Lyft der erste kommerzielle Anbieter eines fahrerlosen Taxis wird, dürfte Uber-CEO Travis Kalanick ärgern. Der verhandelt zwar gerade mit Daimler über den Kauf von autonom fahrenden S- und E-Klassen für seine Flotte. Aber vor 2020 soll die Auslieferung nicht erfolgen.

Bild: Lyft

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