Uber-Gründer Travis Kalanick kämpft um seine Macht

Damit das Unternehmen attraktiver für neue Investoren wird, soll die Macht der Altaktionäre verringert werden. Uber-Gründer Kalanick geht in den offenen Konflikt.

Damit hatte der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi wohl nicht gerechnet: Am Wochenende machte Travis Kalanick – Gründer, geschasster CEO und Großaktionär des Unternehmens – von seinem Recht gebrauch, zwei neue Verwaltungsratsmitglieder zu bestellen. Damit ist ein offener Machtkampf entbrannt, denn Kalanick hatte das Vorgehen nicht mit dem Board oder Khosrowshahi abgestimmt.

Von Kalanick in den Verwaltungsrat geholt wurden die frühere Xerox-Chefin Ursula Burns und der ehemalige Boss der Investmentbank Merrill Lynch, John Thain. Das berichtet unter anderem das Manager Magazin unter Berufung auf die Nachrichtenagentur DPA.

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Kalanick versucht mit der Aktion, seinen Einfluss im Unternehmen aufrecht zu erhalten. Uber will das zehnfache Stimmrecht von Altaktionären abschaffen, offenbar Bedingung für einen Einstieg des japanischen Technologiekonzerns Softbank, der gerade verhandelt wird. Und: Ehemalige Topmanager sollen bald nur in operative Positionen zurückkehren können, wenn sie die Zustimmung von zwei Dritteln des Verwaltungsrates und der gesamten Aktionärsstimmen bekommen – was eine Rückkehr Kalanicks annähernd unmöglich machen würde.

Khosrowshahi habe sich „enttäuscht“ von der unabgesprochenen Erweiterung des Aufsichtsgremiums durch Kalanick gezeigt.

Bild: Michael Kovac / Gettyimages

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