Chinesisches Startup drängt mit günstigen Ladesäulen auf den deutschen Markt

Eine mangelhafte Ladeinfrastruktur gefährdet den Erfolg der Elektromobilität. XCharge will nun nach Deutschland expandieren – mit Ladesäulen für 5.000 Euro.

Das chinesische Startup XCharge strebt mit seiner Ladesäulen-Technologie auf den deutschen Markt. Wie das Handelsblatt (Paywall) berichtet, habe es bereits Gespräche mit dem Autokonzern BMW und dem Tankstellenbetreiber Total gegeben. Das Unternehmen aus Peking wolle sich im Februar auf der Fachmesse E-world in Essen vorstellen und Ladesäulen zum Preis von 5.000 Euro auf den Markt bringen.

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XCharge wurde 2015 gegründet und versorgt bereits die chinesische Stadt Shenzhen mit Ladestrom. Dem Bericht zufolge investierte der US-Geldgeber GGV Capital in diesem Jahr zehn Millionen US-Dollar in das Unternehmen. 2018 wolle XCharge zusätzliche 50 Millionen US-Dollar einsammeln, um das Volumen der produzierten Schnellladesäulen von 10.000 auf 30.000 für das nächste Jahr zu steigern.

Autokonzerne planen 400 Ladesäulen

Die Autokonzerne BMW, Daimler, Volkswagen mit Audi und Porsche sowie Ford wollen eine schnelle Ladeinfrastruktur an Autobahnen aufbauen. Sie kooperieren dabei mit den Tankstellen-Betreibern Shell, OMV, Circle K sowie Tank & Rast. Das Joint Venture plant unter der Marke Ionity den Bau von insgesamt 400 Ladestationen bis zum Jahr 2020. Sie sollen in 18 europäischen Ländern zwischen Norwegen und Frankreich mit einem Abstand von 120 Kilometern entstehen. Das Netzwerk verwendet den europäischen markenunabhängigen Ladestandard Combined Charging System (CCS) mit Ladeleistungen von bis zu 350 Kilowatt pro Ladepunkt.

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Zuletzt hatte der Zulieferer Continental angekündigt, ein induktives Schnellladesystem entwickeln zu wollen. Es soll bei der Consumer Electronic Show (CES) im Januar in Las Vegas (USA) vorgestellt werden. Unterdessen hat Siemens eine Beteiligung am Ladesäulen-Startup Ubitricity bekannt gegeben.

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