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ATT hat einen Ersatz für die Klimaanlage entwickelt – und sammelt Geld von der Crowd

Insgesamt 250.000 Euro erhält ATT von der Crowd. Das österreichische Startup hat eine Heizfolie entwickelt.

Lange Zeit haben Christian Kussmann und Peter Oberauer für verschiedene Automobilzulieferer gearbeitet. 2014 entschieden sich die beiden dann mit dem gesammelten Know-how zu gründen. Per Bootstrapping entwickelten sie eine Heizfolie für Autos und Flugzeugen. Auf der Crowdfunding-Plattform Greenrocket hat ATT – das für „Advanced Thermal Technologies“ steht – innerhalb von wenigen Stunden das gesetzte Fundingziel erreicht und nach fünf Tagen mit 250.000 Euro weit übertroffen.

Das Unternehmen hat eine thermale Folie entwickelt, die kaum dicker ist als ein menschliches Haar. Die Folie besteht aus zwei dünnen Lagen Kunststoff, dazwischen liegt eine weitere Schicht, die elektrisch leitfähig ist. Wird Strom durch diese Schicht gesendet, heizt sich die Folie bis zu 350 Grad Celsius auf. Da die Folie flexibel ist, lässt sie sich auch über Kanten und Rundungen verlegen. Setzt man die Folie im Automobilbau ein, kann man in Zukunft auf die energieintensiven Klimaanlagen verzichten, was laut ATT eine Energieersparnis von rund 20 Prozent bringen kann. Dazu lässt sich die Folie auch auf Scheinwerfer oder Fenster aufbringen, die so komplett frei von Eis und Schnee bleiben.

Einen ebenso großen Markt sieht das Unternehmen im Flugzeugbau. Die Folie lässt sich auch auf Tragflächen aufbringen und hält diese so frei von Eis. Das teuere und zeitintensive Enteisen vor einem Start entfällt ebenso, wie die Gefahr, dass Tragflächen oder Flügelklappen während des Fluges vereisen. Weitere Einsatzmöglichkeiten bieten sich laut den Unternehmern auch in den Innenräumen von Flugzeugen. Erste Kunden hat das Unternehmen bereits. Das Autounternehmen Jaguar Land Rover, das zum indischen Megakonzern Tata gehört, will die Folie für ihre Fahrzeuge einsetzen.

Bild: ATT

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