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Trainline übernimmt Captain Train für 180 Millionen Euro

Mega-Übernahme im Reisesektor: Die britische Firma Trainline hat den französischen Konkurrenten Captain Train gekauft – ein 180 Millionen Euro teurer Deal.

In den europäischen Markt der Ticket-Reseller für Fernreisen mit dem Zug oder dem Bus kommt Bewegung. Der britische Dienstleister Trainline hat seinen Konkurrenten Captain Train aus Frankreich übernommen – der Kaufpreis soll nach Gründerszene-Informationen um die 180 Millionen Euro betragen.

Trainline ist der führende Anbieter für Zug- und Busfernreisen in Großbritannien. Nach Aussage des Unternehmens verfügt Trainline über einen Kundenstamm von 4,7 Millionen Nutzern und setzt 2,5 Milliarden Euro pro Jahr um.

Captain Train hat sich auf das Angebot von Zugtickets in Europa konzentriert, ist aber bedeutend kleiner. Der Umsatz des Unternehmens betrug 2015 knapp 72 Millionen Euro. Captain Train wurde 2009 von Jean-Daniel Guyot, Martin Ottenwälter und Valentin Surrel gegründet und hatte bis dato drei Finanzierungsrunden, die rund zwölf Millionen Euro einbrachten. Zu den Investoren gehören Alven Capital, Index Ventures und CM-CIC.

Hinter Trainline steht der US-Private-Equity-Gigant KKR. Erst vor einem knappen Jahr hatte KKR den britischen Anbieter für umgerechnet 460 Millionen Euro gekauft. Im Portfolio des Investors befinden sich Unternehmen wie Go Daddy oder den deutschen Fußballclub Hertha BSC Berlin. Die Übernahme von Trainline vor knapp einem Jahr war das erste Investment im europäischen Mobility-Sektor – das soll nun offenbar weiter ausgebaut werden.

Der Deal bringt ein Unternehmen hervor, dass Fahrkarten in 22 Ländern verkauft, darunter auch in Deutschland, Italien und Frankreich. „Wir verstehen uns als Partner der Bahnunternehmen und wollen gemeinsam neue Kunden für eine nachhaltige Mobilität gewinnen“, wird Daniel Beutler, Geschäftsführer von Captain Train und ehemaliger Vertriebsleiter der Deutschen Bahn für Westeuropa, in einer Pressemitteilung zitiert. „Durch den Zusammenschluss mit Trainline werden wir unser Wachstum weiter beschleunigen und so die Digitalisierung auf der Schiene voranbringen.“

Bild: © panthermedia.net / Alexey Popov

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