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Hyperloop – durch die Vakuumröhre in 30 Minuten ans Meer

Lange sah es so aus, als wollte Musk diese Aufgabe anderen überlassen. Kalifornischen Startups wie Hyperloop One und HTT etwa, die seit Jahren an der Technologie arbeiten. Oder den Studenten aus aller Welt, die SpaceX regelmäßig zu Wettbewerben in sein Hauptquartier einlädt, um ihre Kapselkonzepte zu testen. Auch HyperpodX machte schon bei zwei dieser „Pod Competitions“ mit. Der Milliardär trat bei alledem nur als prominenter Inspirator auf. Vor Kurzem ließ er jedoch plötzlich durchblicken, den Superzug wahrscheinlich doch noch selbst bauen zu wollen. Unfair? Nein, findet Delgadillo: „Er hat die Idee zu den Menschen gebracht. Die Leute wissen davon durch ihn und sie arbeiten daran wegen ihm. “

So schnell wie Musk sich das wünscht, geht es nicht

Das dürfte auch für die Sponsoren gelten, die HyperpodX mit insgesamt 250.000 Euro unterstützen, darunter der Autovermieter Sixt und der Bremer Raumfahrtkonzern OHB, Hersteller der Galileo-Satelliten. „Ich wollte immer meine eigene Firma haben“, sagt Delgadillo. Dass aus seinem Studentenprojekt einmal ein Unternehmen nach dem Vorbild von Hyperloop One oder HTT wird, kann er sich nur schwer vorstellen. „Aber wenn wir uns auf eine einzelne Komponente des gesamten Hyperloop beschränken, könnten wir daraus irgendwann ein Business machen.“ Bis wir wirklich in Magnetschwebe-Kapseln durch Vakuumröhren rasen, wird es also wohl noch dauern. Das musste auch Elon Musk kürzlich feststellen, als er auf Twitter behauptete, bereits die „mündliche Zustimmung“ für eine Strecke von New York nach Washington bekommen zu haben. Danach gefragt, wollten Vertreter der zuständigen Behörden nichts von irgendeiner Genehmigung wissen, manche lachten gar über die Idee. Alles nicht so leicht also. Aber Berlin-Emden in unter einer Stunde statt fünf – wäre das nicht schön?

Dieser Text erschien zuerst im neuen NGIN-Mobility-Printheft. Hier geht es zum Magazin!

Bild: Chris Marxen für NGIN Mobility

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