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Tausende Fans wollen das Joystick-Auto Uniti One haben

Das schwedische E-Auto ist gefragt – obwohl es bisher nur einen fahrenden Prototyp gibt. Mit dem Partner Siemens will das Startup 2019 in die Serienreife gehen.

Schon im kommenden Jahr soll das ungewöhnliche E-Auto Uniti One für weniger als 20.000 Euro auf den Markt kommen. Bisher gibt es allerdings nur einen Prototypen, der fahrtauglich ist. Das Vertrauen der Investoren und Fans in das Fahrzeug mit Joystick statt Lenkrad (siehe Video) ist groß: Der Gesamtwert der 2.500 Vorbestellungen für das Auto beläuft sich nach eigenen Angaben derzeit auf 50 Millionen Euro.

Neben den Crowdinvestoren hat das schwedische Startup auch einige bekannte Unternehmen von seinem Konzept begeistern können. An dem Startup, das 2015 als Spin-off aus einem Uni-Projekt hervorgegangen ist, sind unter anderem der Technologieriese Siemens, Chip-Entwickler Nvidia und der Energiekonzern Eon beteiligt.

Die bisherige Investmenthöhe belaufe sich auf rund 3,7 Millionen Euro, heißt es vom Unternehmen. Die nächste Runde stehe kurz vor dem Abschluss. In der Series A ist zuletzt der indische VC Anthill Ventures eingestiegen. Über die Höhe des Investments möchten sich die Verantwortlichen des Startups allerdings noch nicht äußern.

Die intelligente Fabrik kommt von Siemens

Siemens baut die Fabrik in der schwedischen Industriestadt Landskrona, in der das Fahrzeug dann 2019 vollautomatisch produziert werden soll. Der komplette Prozess vom Design bis zum Autobau werde per Software simuliert und kalkuliert, ohne dass ein einziger Stein verbaut werden müsse, sagte Uniti-Gründer Lewis Horne damals in einem Interview mit NGIN Mobility. Das sei wesentlich effizienter und kostengünstiger als herkömmliche Produktionsprozesse.

Die Steuerung des Uniti One könnte gewöhnungsbedürftig sein – ein normales Lenkrad gibt es nicht.

„Wir haben einen kleinen Markttest durchgeführt, um die Nachfrage unseres Fahrzeugs zu validieren“, lässt sich Robin Eriksson, CMO bei Uniti, zitieren. Es werde nun intensiv mit Entwicklungs- und Produktionspartnern zusammengearbeitet, um rechtzeitig produzieren und ausliefern zu können. Durch eine Open-Source-Entwicklung und die Verteilung der einzelnen Produktionsprozesse sollen wesentlich schneller Autos gebaut werden können.

Der Uniti One kann gegen eine Anzahlung von 150 Euro reserviert werden. Je nach Ausstattungsvariante kostet der Wagen zwischen 15.000 Euro und 20.000 Euro. Die Akku-Reichweite soll zwischen 150 und 300 Kilometern liegen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 130 Kilometer pro Stunde limitiert. Nach Schweden kämen die zweitmeisten Vorbestellungen für das Auto aus Deutschland, so eine Unternehmenssprecherin.

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In Deutschland verfolgt das Münchner Startup Sono Motors mit seinem Solar-Auto Sion ein vergleichbares Konzept. Die Münchner haben ihr Fahrzeug ebenfalls mit Hilfe der Crowd finanziert und stehen kurz vor der dem Markteintritt.

Bilder: Uniti

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