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Volkswagen investiert erneut Millionen in den israelischen Fahrdienst Gett

Noch einmal öffnet der deutsche Autobauer seine Geldbörse für den Fahrdienst aus Israel. Das neue VW-geführte Investment macht Gett zum Unicorn.

Uber-Konkurrent Gett hat frisches Geld bekommen: 80 Millionen US-Dollar hat der israelische Fahrdienst eingesammelt, wie das US-Magazin TechCrunch schreibt. Angeführt wurde die Runde demnach vom deutschen Autobauer Volkswagen, der sich bereits vor zwei Jahren mit 300 Millionen an dem Startup beteiligt hatte. Auch andere frühere Investoren hätten erneut Geld in das Startup gesteckt, heißt es weiter. Insgesamt hat Gett damit nun mehr als 700 Millionen US-Dollar bekommen.

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Durch das Investment sei der 2010 gegründete Fahrdienst nun 1,4 Milliarden US-Dollar wert, sagte der CEO und Mitgründer Dave Waiser gegenüber TechCrunch. Außerdem kündigte Waiser an, im nächsten Jahr schwarze Zahlen schreiben zu wollen. „Derzeit konzentrieren wir uns auf das wichtige Thema Profitabilität“, sagte er dem Magazin. „Aber wenn wir uns Wettbewerbsmärkte wie New York und London ansehen, werden wir darüber nachdenken, was danach unser nächster Meilenstein sein könnte.“

In den 120 Städten, in denen Gett derzeit aktiv ist, seien New York und London die größten Märkte. Allein die Hälfte des Umsatzes, der derzeit bei einer Milliarde Dollar pro Jahr liege, werde in diesen beiden Städten erzielt. Angaben zur Marge oder dazu, wie hoch diese im Falle der Profitabilität sein werde, wollte der CEO nach Berichten des Magazins nicht machen.

Nach dem Investment ist Gett nun ein Unicorn. Im Vergleich mit dem Rivalen Uber, der derzeit mit 62 Milliarden US-Dollar bewertet wird, ist das israelische Startup jedoch eine kleine Nummer. Uber hat in der Vergangenheit versucht, schnell international zu expandieren. Nicht nur mit einem Taxidienst, sondern auch mit Lebensmittellieferung, Fahrrädern, autonomen Fahrzeugen und fliegende Autos. Gett will nach eigenen Aussagen einen anderen Weg gehen – und sich zunächst auf wenige Märkten beschränken. „Wir konzentrieren uns zunächst auf unser Kerngeschäft", so der CEO. Andere seien vielleicht erfolgreich damit, eine internationale Stratgie zu fahren. „Aber wir wollen, dass jeder in New York weiß, dass wir die bessere Qualität liefern.“ Nach dem VW-Investment hatte Gett in New York seinen Wettbewerber Juno für 250 Millionen US-Dollar übernommen.

Auch der deutsche Autobauer Daimler hatte jüngst in einen Fahrdienst investiert und Millionen in den europäischen Wettbewerber Taxify investiert.

Bild: Getty Images / JOHN MACDOUGALL 

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