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Airbus und Audi bieten gemeinsam Mobilitätsdienste an

Fünf Minuten Flug statt zwei Stunden Stau auf der Straße – diese Idee steht hinter dem neuen Mobilitätsdienst von Audi und Airbus.

Airbus und Audi wollen noch in diesem Jahr gemeinsam einen Lufttaxi-Service anbieten. Der Flugzeugbauer will zunächst seinen Helikopterservice Voom mit einem Limousinenservice von Audi verknüpfen. In einem zweiten Schritt wollen die beiden Unternehmen noch 2018 ihr Flugtaxi in die Luft bringen. Damit greifen sie das Startup Volocopter und seinen Investor Daimler an, die bereits über flugfähige Prototypen verfügen.

Revolution des urbanen Lebens

Airbus-Chef Tom Enders sieht diese Partnerschaft als Antwort auf zukünftige Herausforderungen für die urbane Mobilität. Er sagt: „Die Infrastruktur am Boden kann die Anforderungen von morgen nicht erfüllen.“ Denn Staus treiben die Verkehrssysteme der rapide wachsenden Städte an die Grenzen und kosten Reisende wertvolle Zeit und Geld. „Den urbanen Transportnetzen den Himmel als dritte Dimension hinzuzufügen, wird unsere Lebensweise revolutionieren“, fügt Enders hinzu.

Die Kooperation von Voom und Audi soll zunächst in den Mega-Cities Sao Paolo (Brasilien) und Mexiko-City erprobt werden. Voom ist eine hundertprozentige Tochter von Airbus Helicopters. Sie wurde im Jahr 2016 als On-Demand-Buchungsplattform für Helikopter gestartet wurde, bei der Passagiere innerhalb von Minuten einen Platz in einem Hubschrauber anfordern können.

Bei der Entwicklung von Flugtaxis geht Airbus mehrgleisig vor. Derzeit wird an vier Projekten gearbeitet:

    • Gemeinsam mit der Audi-Tochter Italdesign arbeitet der Flugzeugbauer an dem vollelektrischen, autonomen und und modularen Konzept pop.up, das eine Kapsel umfasst, die entweder mit einem Boden- oder einem Luftmodul verbunden ist.
    • Ein CityAirbus soll bis Ende 2018 einsatzbereit sein. Dabei handelt es sich um den Prototypen eines elektrischen Senkrechtstarters (VTOL) für bis zu vier Passagiere, der zunächst noch einen Piloten an Bord haben wird – ein Joint Venture mit Siemens.

  • Vahana ist das dritte Projekt und hat im Januar bereits den ersten Flug absolviert. Die elektrische Kippflügel-Maschine soll einmal Reisende oder Fracht transportieren.
  • In Singapur arbeitet das Unternehmen mit der National University des Landes zusammen am Skyways-Projekt, um ein Pakettransportsystem mit autonomen Drohnen zu testen.
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Bild: Voom / Video: Airbus

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