Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

So stellen sich Audi und Airbus das Flugtaxi der Zukunft vor

Autokonzerne entdecken die dritte Dimension der Mobilität. Jetzt zeigt auch Audi eine Studie. Chinesen arbeiten ebenfalls an dem Thema.

Robo-Lufttaxis fordern die Kreativität von Ingenieuren und Designern heraus. Nachdem die Senkrechtstarter-Prototypen von Volocopter und Lilium Praxistests erfolgreich bestanden haben, beeilen sich Autokonzerne, den Anschluss an diese Technologie nicht zu verpassen.

Neu im Klub der digitalen Luftfahrtpioniere ist Audi. Der Autokonzern, die Konzeptschmiede Italdesign und der Flugzeugbauer Airbus kombinieren ein selbstfahrendes Auto mit einer Passagierdrohne. Die Unternehmen stellten ihre Studie nun beim Genfer Autosalon vor.

... dann fliegt der Quadrocopter mit der angedockten Kabine davon. 

Die zweisitzige Passagierkabine lässt sich entweder mit einem Auto- oder einem Flugmodul koppeln. Passagiere kommunizieren über einen Monitor mit dem Fluggerät beziehungsweise Fahrzeug. Audi unterstützt im Projekt mit Know-how zu Batterietechnik, Automatisierung und Innendesign. Airbus hat das aerodynamische Design der Luftmodul- und Rotorkanäle verbessert, um die Leistung zu steigern und den Stromverbrauch im Reiseflug zu reduzieren.

Airbus arbeitet an mindestens zwei Flugdrohnenprojekten. Der Prototyp Vahana hat erste Testflüge erfolgreich bestanden. Pop.up Next ist dagegen noch in der Projektphase.

Erst kürzlich hatte Porsche mit der Nachricht Schlagzeilen gemacht, auch an einem Flugtaxi zu arbeiten. Vertriebsvorstand Detlev von Platen hatte Andeutungen über die Mobilität in der dritten Dimension gemacht: „Wir haben bei 3D einen Traum. Da bewegt sich was.“ Weiter sagte er: „Ich kann mir gut vorstellen, dass auch bei Porsche so etwas kommen könnte.“ Ein Flugtaxi könne die Strecke vom Firmensitz im Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen zum Flughafen im Ortsteil Echterdingen in drei Minuten zurücklegen, ergänzte der Manager, der auch einen Pilotenschein besitzt. Mit dem Auto brauche man dafür mindestens eine halbe Stunde.

„Das Projekt befinde sich jedoch noch in einer sehr frühen Phase“, ergänzte auf Nachfrage eine Unternehmenssprecherin. „Es gibt noch keinen Zeitplan; unklar ist auch, mit wem Porsche hier gegebenenfalls zusammenarbeiten wird.“ Medienspekulationen über die baldige Freigabe erster Skizzen ließ sie unbeantwortet.

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Daimler denkt unterdessen über eine Version 2.0 seiner Beteiligung Volocopter nach. „Wenn man die Reichweite erhöhen möchte, muss man eventuell in hybriden Modellen denken. Wir haben Technologien, die man ergänzen könnte“, sagte Susanne Hahn, Leiterin des Konzern-Inkubators Lab 1886 im Interview mit Gründerszene und NGIN Mobility.

Auch in China werden autonome Senkrechtstarter entwickelt. Im Februar 2018 zeigte das Drohnenunternehmen Ehang den bemannten Testflug seines zweisitzigen Fluggeräts mit 16 Propellern. Es legte eine längere Strecke auch unter schlechten Wetterbedingungen zurück, startete und landete auf einem Parkplatz. Das Flugtaxi wird per Tablet gesteuert.

Bilder: Italdesign

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