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Auto1 setzte 2,2 Milliarden Euro um

Gerade erst gab es 460 Millionen Euro von Softbank, jetzt verkündet Auto1 seinen Umsatz für 2017. Das Gebrauchtwagen-Startup beschleunigte sein Wachstum.

Das mit fast drei Milliarden Euro bewertete Online-Gebrauchtwagen-Startup Auto1 hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr deutlich in die Höhe geschraubt. Die Erlöse seien um 47 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro geklettert, sagte Mitgründer Christian Bertermann am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Ingesamt seien über die verschiedenen Plattformen wie Auto1.com, Wirkaufendeinauto.de und Autohero mehr als 420.000 Fahrzeuge gehandelt worden. Das seien 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Kerngeschäft ist laut Bertermann weiterhin der Ankauf von Privatwagen und der Weiterverkauf an Händler, auch wenn beispielsweise das Online-Autohaus Autohero ebenfalls kräftig wächst.

Ob das vor sechs Jahren gegründete Unternehmen noch rote Zahlen schreibt oder bereits profitabel arbeitet, sagt der 34-Jährige nicht.

Anfang des Jahres hatte der prominente Technologieinvestor Softbank 460 Millionen Euro in Auto1 investiert. Das habe den Börsengang zunächst überflüssig gemacht, wiederholte Bertermann die Aussagen von Mitgründer Hakan Koc. Es handele sich „schließlich um eine relevante Summe“. Auch fürs laufende Jahr hat sich Auto1, das mehr als 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, „große Ziele“ gesetzt. Details wollte Bertermann jedoch nicht nennen.

Auto1-Verkaufsleiter: „Bei uns kann ein Schimpanse Ankäufer werden“

Dutzende Gerichtsverfahren, Ärger mit Reklamationen und eine unprofessionelle Aussage sollten dem Startup zu schaffen machen. Doch das Unternehmen reagiert gelassen.

Im vergangenen Jahr expandierte Auto1 in acht Länder und ist nun in mehr als 30 Märkten aktiv. „Jetzt sind nicht mehr so viele Länder in Europa übrig, wo wir noch nicht sind“, sagte Bertermann. Aber man schaue sich jeden weiteren Markt an. Ziel sei es auch, in Ländern wie Portugal, wo man erst seit kurzem präsent sei, das Geschäft auszubauen.

Bild: Auto1

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