Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

Automotive Aftermarket: 4 gute Gründe, die Welt des Zubehörs zu erobern

Wartung, Reparatur und Pflege – der Markt für Automobilzubehör wächst Jahr für Jahr weiter. Warum er gerade für Gründer so lukrativ ist und digitale Ideen braucht.

Der Sekundärmarkt: Aus Ertragssicht der Hidden Champion der Automobilbranche

Wir Deutsche lieben unsere Autos. Knapp 64 Millionen PKWs sind hierzulande derzeit zugelassen – eine Million (!) davon kam sogar erst im letzten Jahr dazu. Dementsprechend groß ist auch der Markt für den Handel mit neuen und gebrauchten Fahrzeugen, der Primärmarkt.

Jetzt die große Überraschung: Der Automotive Aftermarket, also der Sekundärmarkt, der sich Produkten und Dienstleistungen für die Wartung, Reparatur, Pflege und Individualisierung von Fahrzeugen beschäftigt, ist wesentlich ertragreicher! Während der Primärmarkt zwei Drittel des Umsatzes der Automobilbranche erwirtschaftet, kann der Markt fürs Zubehör vor allem aus Ertragssicht punkten: Der finanzielle Wert der produzierten Waren und angebotenen Services im Automotive Aftermarket übersteigt den des Fahrzeughandels bei Weitem. Daher ist es wenig erstaunlich, dass sich europaweit über 850.000 Unternehmen der Produktion und dem Vertrieb von Kfz-Ersatzteilen und entsprechenden Serviceleistungen verschrieben haben.

Fazit: Der zweite Markt ist erste Wahl für Startups!

Damit das so bleibt, hoffen Experten des Automotive Aftermarkets jetzt auf Startups, die den nötigen Innovationsschub bringen. Doch warum sollten junge Unternehmer ausgerechnet in den Zubehörmarkt einsteigen?


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4 Faktoren, die den Automotive Aftermarket für Startups so attraktiv machen

1. Der deutsche Markt ist 31 Milliarden Euro schwer ...

Allein in Deutschland beläuft sich der jährliche Aftermarket-Umsatz auf knapp 31 Milliarden Euro, europaweit sogar auf mehr als 120 Milliarden. Um die Zahlen einmal einzuordnen: Die deutsche Gaming-Branche erzielte zuletzt jährliche Umsätze von drei Milliarden Euro, gleiches gilt für den Bucheinzelhandel in Deutschland. Mit mehr als 30 Milliarden Euro Umsatzvolumen ist der Automotive Aftermarket also so lukrativ wie der Markt rund um das Smartphone – ein schlagkräftiges Argument für Automotive-Startups auf der Jagd nach Investoren.

2. … und wächst jährlich weiter!

Die nächste gute Nachricht: Nach Meinung der Marktanalysten wächst der Automotive Aftermarket bis ins Jahr 2030 weiter – und das mit bis zu drei Prozent pro Jahr. Wie die Marktgröße also ein nicht unwesentliches Argument auf der Suche nach VCs. Allerdings müssen Gründer beachten, dass sich das Wachstum je nach Weltregion unterschiedlich entwickeln wird. Insbesondere Märkte in Osteuropa, dem Großraum Asien und China liegen hier Chancen, da sie weniger gesättigt sind als jene in Westeuropa und Nordamerika.

3. Viel Platz für digitale Geschäftsmodelle

Die Mobilität von morgen ist auch für die Akteure auf dem Sekundärmarkt ein großes Thema – und eine dankbare Gelegenheit für Digitalambitionierte, mit neuen Geschäftsmodellen auf dem Markt Fuß zu fassen. Vor allem die fortschreitenden Entwicklungen in den Bereichen Fahrzeugvernetzung, Quantified Car und Autonomous – in denen moderne Fahrzeuge als bereifter Hochleistungscomputer angesehen werden – bieten viel Gestaltungsspielraum für digitale Geschäftsmodelle. Und laut Experten der Unternehmensberatung McKinsey sollen diese in zehn Jahren rund 20 Prozent des Marktumsatzes ausmachen.

4. Innovation wird hier gelebt

Nicht ohne Grund hoffen Experten auf mehr Startup-Engagement im Zubehörmarkt, denn Innovationen sind hier stark von Nöten – und werden schneller als in anderen Branchen als Standard angenommen. Das zeigt beispielsweise der Notrufkommunikationsstandard eCall, der ab April 2018 Pflichtausstattung aller erstmals zugelassenen Fahrzeuge ist. Automatisch oder per Hand – sollten Fahrer oder Beifahrer nach dem Unfall noch dazu in der Lage sein – baut das Fahrzeug eine direkte Telefonverbindung zur Rettungsnummer 112 auf und übermittelt gleichzeitig Daten wie den Unfallzeitpunkt, die Fahrzeugposition und Zahl der Insassen an die nächstgelegene Rettungsstelle. Auch 3D-Druckern, Big Data und Virtual Reality wird eine aussichtsreiche Zukunft im Automotive Aftermarket zugesprochen.


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Auf der Automechanika Frankfurt in die Welt der Teile eintauchen

Von Frankfurt aus hat sich die Automechanika zur weltweit größten Messemarke für den Automobilservice entwickelt, mit aktuell 17 Standorten auf vier Kontinenten. Die im Wechsel mit der IAA alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung lockte zuletzt 133.000 Fachbesucher aus 170 Ländern an und ist damit die perfekte Plattform, um sich zu den Themen Ausrüstung, Teile, Zubehör, Management und Services auszutauschen und die neuesten Marktentwicklungen kennenzulernen.

2018 feiert die Messe ihr 25-jähriges Jubiläum: Vom 11. bis 15. September fährt die Leitmesse wieder einiges auf, zum ersten Mal das Thema Classic Cars aus B2B-Perspektive. Mehr als 160 Partner – darunter nationale und internationale Verbände, Ministerien, führende Industrievertreter, Wirtschaftsförderungsprogramme und Marktinitiativen – werden in diesem Jahr in Frankfurt erwartet. Sie sorgen für einen einzigartigen und tiefgreifenden Informationsaustausch, von dem vor allem junge Automotive-Unternehmer profitieren.


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Artikelbild: Eyeem

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