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Ex-Google-Mitarbeiter bauen ein autonomes Lieferauto

R1, so der vorläufige Name des selbstfahrenden Gefährts, soll durch die Erledigung sogenannter Last-Mile-Fahrten Transporte schneller machen.

Das Startup Nuro wurde von zwei ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründet und hat sich der Entwicklung eines autonomen Gefährts verschrieben. Der R1, so der interne Projektname, sieht wie eine überdimensionale Einkaufstasche mit Haltegriff aus. Das Fahrzeug soll Essen, allgemeine Einkäufe oder auch Wäsche zum Empfänger liefern. Warum? Bei Lieferungen vom letzten Bearbeitungspunkt zum Adressaten würden im Zeitalter des Online-Shoppings immer schnellere Zustellungen erwartet, schreibt The Verge.

Der R1 hat bereits die Fahrerlaubnis des California Department of Motor Vehicles bekommen. Nuro will demnächst mit den ersten öffentlichen Fahrtests beginnen. Bevor der Testlauf in anderen Staaten losgehen kann, bedarf es jedoch noch einer Zustimmung der US National Highway Traffic Safety-Behörde. Das Auto fährt zwar dank der verbauten Sensoren und Kameras autonom, kann aber auch per Fernsteuerung gelenkt werden.

Einige Fragen sind noch offen

Vor dem richtigen Start müssen jedoch noch andere Fragen geklärt werden. Aktuell ist beispielsweise noch nicht klar, mit wem Nuro zusammenarbeiten wird. Denkbar ist die Kooperation mit lokalen Geschäften, die mit dem R1 die Waren zum Kunden bringen. Nutzer könnten per App über die Ankunft benachrichtigt werden und sich dann möglicherweise per Code authentifizieren, um die Ladeklappen des R1 öffnen.

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Aus bisherigen Finanzierungsrunden sammelte Nuro knapp 92 Millionen US-Dollar, das Projekts ist also vorerst gesichert. Allerdings gibt es auch auf dem Gebiet der Last-Mile-Lieferungen Konkurrenten: Starship Technologies etwa setzt Lieferroboter ein, die allerdings nur auf dem Bürgersteig fahren. Die Ford Motor Company hat sich mit der Restaurantkette Domino’s zusammengetan, um Pizza in einem selbstfahrenden Auto auszuliefern. Das Startup Udelv plant bald den ersten öffentlichen Test einer Zustellung — bei dem allerdings noch ein menschlicher Backup-Fahrer im Gefährt sitzt.

Dieser Artikel erschein zuerst bei Wired.de.

Bild: Nuro.Ai

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