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Ein Blacklane-Fahrer erzählt, wie es ist, für den Limo-Service zu fahren

Das mit Millionen finanzierte Startup vermittelt Limousinenfahrten an Chauffeurdienste. Doch wie ist es eigentlich, für Blacklane zu fahren? Ein Gespräch auf Rädern.

Alexander Fröhlich hält dem Fahrgast die Tür der schwarzen Limousine auf. Er ist Chauffeur beim Berliner Fahrdienst-Startup Blacklane und weiß: Freundlichkeit und Service sind in seinem Job wichtig. Wer eine Fahrt über die Blacklane-App bucht, legt wert auf Etikette. Chauffeur Fröhlich trägt einen schwarzen Anzug und eine edle Krawatte. Er schätzt die Umgangsformen.

„Für Blacklane zu fahren ist angenehmer als mein früherer Job als Taxifahrer in Brandenburg“, erzählt er im Video-Interview mit NGIN Mobility und Gründerszene. Unter anderem, weil er nun nicht mehr auf am Fahrbahnrand stehende Reisende achten müsse, die ihn heranwinken. Stattdessen steigen bei ihm nun überwiegend Geschäftsleute ein, die mindestens 60 Minuten im Voraus buchen. Darunter sei auch ab und zu der ein oder andere Promi, verrät Fröhlich. Mehr Details gibt er nicht preis. Auch Diskretion steht ganz oben in seiner Jobbeschreibung.

Wettbewerber wie Uber wollen mit Robotaxis ihre Fahrer irgendwann überflüssig machen. Und wie sieht das bei Blacklane aus? Das haben wir Blacklane-CTO Frank Steuer gefragt, den wir bei unserer Probefahrt an der Firmenzentrale in Schöneberg abgeholt haben:

Daimler ist dabei

Chauffeure wie Fröhlich sind nicht bei Blacklane direkt angestellt. Sondern bei einem Chauffeurdienst, der für Blacklane die vom Kunden bestellten Fahrten durchführt. Das 2011 von Frank Steuer und Jens Wohltorf gegründete Startup stellt nur die Plattform, ähnlich dem hoch bewerteten US-Fahrdienst Uber. Mittlerweile sind die Gründer nach eigenen Angaben mit ihrem Unternehmen in rund 250 Städten in 50 Ländern aktiv. Und Blacklane, an dem auch der Stuttgarter Autobauer Daimler beteiligt ist, will weiter wachsen. Dabei helfen soll das Anfang des Jahres eingesammelte Kapital. Rund 40 Millionen US-Dollar haben Investoren in den Limo-Service gesteckt, der laut dem aktuellen Geschäftsbericht 2016 einen Umsatz von 30 Millionen Euro machte. Ein Plus von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem gegenüber stand im gleichen Jahr ein Verlust von 8,6 Millionen Euro. Immerhin zwei Millionen weniger als noch 2015. 

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Bild und Video: Marco Weimer

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