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BMW entwirft ein umweltfreundliches Flugtaxi mit Wasserstoff-Antrieb

Nun drängt auch BMW in den aufstrebenden Markt der Flugtaxis und präsentiert zusammen mit einem US-Startup das Konzept eines Fünfsitzers.

Audi kooperiert mit Airbus, Daimler mit Volocopter. Nun hat auch BMW mit Alaka‘i Technologies einen Partner für die Entwicklung eines Flugtaxis gefunden. BMW Designworks, die Kreativabteilung des deutschen Autobauers, stellte jetzt mit „Skai“ das Konzept eines fünfsitzigen Fluggeräts vor.

Das Besondere ist der Wasserstoffantrieb. Er soll Distanzen zwischen München und Hamburg oder Washington und New York in den Bereich des Machbaren rücken. Bisher vorgestellte Flugtaxis sind eher für kurze Distanzen konzipiert, was vor allem durch den batterieelektrischen Antrieb bedingt ist. Einzig Lilium hielt bislang eine Distanz von 300 Kilometer für realistisch.

Luftfahrtexperten im Team

Alaka‘i Technologies ist ein 2015 gegründetes Unternehmen aus Hopkinton, (US-Bundesstaat Massachusetts), das sich selbst als Wasserstoff-Pionier bezeichnet. Gründer Brian Morrison hat mehrere Experten aus Luft- und Raumfahrt angestellt. Sie arbeiten seit den 90er-Jahren an Projekten – unter anderem für die US-Raumfahrbehörde NASA. So haben sie ein Flugzeug mit optoelektronischer statt einer auf Kupferkabeln basierten Steuerung entwickelt – eine Technologie, die gegen elektromagnetische Störungen etwa von Smartphones immun ist, und auch im neuen Lufttaxi zum Einsatz kommen soll.

Das Wasserstoff-Flugtaxi Skai von BMW Designworks und Alaka'i.Alaka‘i will nun die Brennstoffzellentechnologie in die Luftfahrt bringen. Hierbei wird elektrische Energie aus Wasserstoff erzeugt, was das Gewicht des Antriebsaggegats reduziert und damit die Reichweite erhöht. Auch das deutsche Startup Volocopter arbeitet an solchen Projekten, wie dessen CEO Florian Reuter kürzlich gegenüber Gründerszene sagte.

In vier Stunden von München nach Hamburg

Zusammen mit den Designworks ist nun das Modell eines fünfsitzigen Fluggeräts entstanden, das sowohl autonom als auch mit einem Piloten geflogen werden kann. Es soll laut der Unternehmenswebsite in der Lage sein, mit seinen sechs 100 Kilowatt starken Elektromotoren vier Stunden lang 640 Milometer weit zu fliegen. Der Wasserstofftank soll in zehn Minuten gefüllt werden können. Die Reisegeschwindigkeit wird mit 85 Meilen (137 Stundenkilometer) angegeben, die Nutzlast mit 450 Kilogramm.

Das Wasserstoff-Flugtaxi Skai von BMW Designworks und Alaka'i.

 

Die Kabine des Flugtaxis ist auch leichten Karbonwerkstoffen gefertigt. Für den Notfall soll es – laut der Firmenwebsite – einen Rettungsfallschirm geben, der die Insassen bei einem Totalausfall der dreifach redundant ausgelegten Systeme sicher zur Erde zurück bringt.

Sieben innovative Beispiele für den Wasserstoffantrieb

Gelingt der Brennstoffzellen-Technologie der Durchbruch? In jüngster Zeit haben Forschung und Industrie beachtenswerte Fortschritte vorgestellt. Ein Überblick.

Skai sieht sein Flugtaxi als Beitrag zu einer neuen Alltagsmobilität. „Unique but not exclusive“ (einzigartig, aber nicht exklusiv) solle das neue Fluggerät sein – und vor allem wegen des klimaneutralen Wasserstoffantriebs sauber.

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Bild: Skai.co

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